Band 
Erster Band.
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Fernrohr

Gläser, seine Erwartung erfüllt, reisete 6 Tage hin,terher wieder nach Venedig , und brachte ein anderes bes-seres Fernrohr mit, das er unterdessen gemacht hatte,und welches mehr als 8 Mal vergrößerte. Hier zeigteer von einigen erhabenen Orten, den Senatoren derRepublik zu ihrem größten Erstaunen, eine Menge Ge-genstände, die dem bloßen Auge undeutlich waren, undschenkte^ auch das Werkzeug dem Senate, nebst einer ge,schciebenen Nachricht, worin der Bau desselben erklärt,und der große Nutzen davon gezeigt war Aber für denErfinder des Fernrohrs kann man deswegen den Gali-läi nicht halten.

Das erste Fernrohr hat den Namen des hol-ländischen oder galiläischen Fernrohrs erhalten,und besteht nach seiner ursprünglichen Einrichtung aujeinem erhabenen Worderg läse (Objectivglase) undeinem hohlen Augenglase, (Ocularglase) welche indi »Enden eines Rohrs eingesetzt worden. Diese unbe-queme Gattung der Fernröhre hat man lange beibehal-ten. Descartes gedenkt r6z/ noch keiner andern Art.Heut zu Tage bedient man sich ihrer nur noch zu dengemeinen Taschenperspectiven, denen man mei,stens nur g — 6 Zoll Länge giebt. Hevel gedenkt ei-nes Fernrohrs, mit zwey erhabenen Vordecglasern, undeinem hohlen Augenglase, das auch schon Sirturus,6i8 beschrieben hat.

Ein astronomisches Fernrohr, oder Stern-rohr besteht aus einem erhabenen Vorderglase,und einem erhabenen Augenglase. Kepleristunstreitig der erste, der die Theorie der Fernrohre rich-tig erklärt, und dabei diese Art angegeben hat. Dadas Stcrnrohr die Gegenstände umkehrt, welches aberfür den Astronomen, der einmal damit bekannt ist, ein