Flinte
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Flinte. Die ersten tragbaren Feuergewehre wurden miteiner Lunte gezündet, welche man mit der Zeit an ei-nen Hahn befestigte, um beim Schießen die Hände zusichern. Nachher schrob man an den Hahnen einen Feu-erstein, und brachte eine stählerne Scheibe, oder einkleines Nad ans Rohr, welches mit einem besondernSchlüssel gestellt, und aufgezogen ward. Der Feuer-stein war anfangs ein derber Kies oder Markasit.Weil aber ein solches Gewehr oft versagte, so hatte manlange Zeit noch neben dem Rade auch eine Lunte. Weitspäter verfiel man darauf, statt des zcrbröcklichen Kieseseinen glasartigen SteinDn den verbesserten Hahnen, oderan das jetzige Feuerschloß zu schrauben. Bei jeder neuenVerbesserung erhielt das Gewehr, dessen Catcher undLänge man bald vergrößerte, bald verkleinerte, neueNamen; z. B. Büchse, Hakenbüchse, Arquebüse,Muskete, Pistole, Flinte, (s. alle diese.) DieFranzosen sollen nicht früher als 1515 zuerst tragbareFeuergewehre im Kriege gebraucht haben. Den sogenann-ten Hakenbüchseri folgten die Gewehre mit dem Rade.Sie waren noch ums Jahr 1672 gebräuchlich, doch kannteman damals auch schon das jetzige Schloß mit demSteine. Als Jagdgewehr kömmt die Flinte schon in ei-ner königlichen Verordnung von »515 vor. BeckmannBibl. XII. 2ly. Beckm. Erf. I. 359. Einige haltendie Flinten für eine französische Erfindung, die andie Stelle der Musketen kam, und das erste Regiment,das Flinten trug, soll das von Ludwig XIV . 1671in Frankreich errichtete Füselierregiment gewesenseyn, und dieses von den Flinten den Namen bekommenhaben. Militair. Taschenb. 1780. S. »20.
Flinten schloß, ist in Deutschland , und wahrscheinlichzu Nürnberg 1517 erfunden. Ob aber das Schloß von