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Flintensteine
jetziger Einrichtung gewesen seyn möge, ist wohl nichtvöllig zu erweisen. Auch hat es im r6. Jahrhundertschon geschickte Büchsen- und Feuerschloßmacher daselbstgegeben. Eine französische Erfindung sind die jetzigenFeuerschlösser nicht; denn noch ums Jahr 1658waren die viel unbequemer« Räder an den Pistolen inFrankreich gebräuchlich. Dir Braunschweigifchen Solda.ten haben erst 16S7 Flintenschlösser statt der Lunten-schlösser erhalten. Beckm. Erfind. I. 365. III. 441.Hoyer Gesch. d. Kriegsk. I. 157. 166. 446.
Flintensteine. Die ersten charen Kiese. Nachher wur-den statt ihrer glasartige Steine eingeführt. Im größtenTheile von Europa gebraucht man jetzt denjenigen Harn-stein, der bei Linus silex crstacsus genannt wird.Dieser hieß im Deutschen ehemals Flinz, Flirts,oder Blynz, und heißt noch im Schwedischen, Da,Nischen und Englischen Flinta, Flink. Dieser Na-me ist uralt. Ohnstreirig hat das Gewehr, welchesdurch Hülfe dieses Steins gezündet ward, von ihm denNamen Flintgewehr, Flint, oder Flinte erhalten.Seitdem man aber den alten Namen dieses Steins ver-gessen hat, ' nennt man diesen gemeiniglich von den Ge,wehren wiederum: Flintenstein. — Beckm. Ers.I. 168. s. Feuerstein .
Wie die Flintensteine gemacht werden, s. Beckm.Erf. I. 370. Goeze nützl, Allerley. I. S. 34.
Flittern, (prov. Flinkern). Kleine, runde, dünne,in der Mitte durchlöcherte Metallblätter, welche zumPutze aufgenähet werden, sollen zuerst in den französi-schen Gold- und Silberfabriken gemacht» und erst »mAnfange des vorigen Jahrhunderts in Deutschland nach-gemacht worden seyn. Ihre Verfertigung ist lange Zeit-eheim gehalten. Beckm ann Ers. III. 88. Wenn je-