Canonicus
SS
che genannt, die sich noch gewissen Oanonilausi oderRegeln, richteten. Im V/ Jahrh, wurden danonici ra-Aulsrsr auf dem Lateran zu Rom vom Pabst Gela»sius eingeführt. Sie waren aber nichts anders, alsGeistliche, Zieltest? und Diaconen, welche die gewöhnli-chen Kirchenbedienungen versahen. Im VIII. Jahrhund.wurde von Chrodogangus, einem Bischöfe zu Metz ,ein sonderbarer Orden von Geistlichen eingeführt, die we-der Mönche, noch weltliche Priester waren. Zum Theilwaren sie zwar den Mönchen gleich» weil sie ein gemein-schafrliches Leben sühnen, und in gewissen Stunden miteinander beten mußten; aber sie waren doch nicht, wiedie Mönche, an Gelübde gebunden, und hatten in ge-wissen Fasten den Gottesdienst zu besorgen. Diese Geist,llchen hießen anfangs Fratres Dominici, bekamenaber bald den Namen: Cansnici. Im IX. Jahrh,ließ sich der Kaiser Ludwig der Fromme angelegenseyn, diesen neuen O>den in allen seinen Ländern aus-zubreiten. Er stiftete sogar Canonissinnen, wovonman bis jetzt noch gar nichts gehört hatte» Er ließ bei-den, auf dem 8*7 zu Aachen gehaltenen Concrlio, ganzneue Regeln vorschreiben, welche auch bis in« XII. Jahrh,von den meisten Eollegien derC-morncorum und Cano-nissinnen beobachtet wurden. Nach dieser Regel solltendie Canonici insbesondere die Jugend unterweisen, undauch die canonischen Bücher der Schrift erklären,woher sie besonders Lancmicü genannt wurden. .Anvielen Orten war aber die Aufführung dieser HerrenNickt ^die beste. Pabst Nicola us II. hielt daher roZyzu Rom ein Concilium, um dir Lalionicos in Ordnungzu bringen. Hierdurch entstanden nun Oanowici sscula-rus, und rsZuIares. (r.D. 20 s.) Im Jahre Irrn sin-gen einige von den Lanoniois raßularibur an, dieRegel des heil. Augustinus anzunehmen, die aus