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dem Kahlen, und Ferdinand III und bei andernKönigen und Fürsten , im Gebrauche. Bei den Englän-dern, zumal vor der Herrschaft der Normanner, warennur goldne Kreuze gebräuchlich, die zugleich die Stelleder Siegel und der Unterschrist rc. vertraten. End»lich gab es auch Leute, die der Aberglaube des Zeitaltersso weit hinriß» daß sie mit consecrirteni Nacht»Mahlswein die Dinte vermischten, mit welcher sieihre Unterschriften und Kreuze schrieben. Kreuzzeichenkommen vor aus Fahnen Helmen und andern Waffen»stücken, auf Kronen, Sceptern, Reichsapfeln, Kleidungenund andern Kennzeichen der Kaiserlichen oder KöniglichenWürde, in Wapen, auf Epitaphien und andern Denk-mälern, in Büchern und Briefen, und endlich in Urkun.den und Siegeln. — Die Bücherkreuze, die zurErreichung mehrerer Absichten dienten» gebrauchte manunter andern statt der Interpunktionen. In Handschrif-ten des VIII. Jahrh, war das gewöhnliche Kreuz dasParagraphs-Zeichen. — Urkundenkreuze wa»ren schon seit dem V. Jahrh, üblich. — Kreuze, dieman sowohl zu eignen als fremden Unterschriften, setzte,galten so viel, als wirkliche Unterschriften selbst.Man führte sie zum Theil wegen U.nkünde hesSchreibens ein, welches Kaiser Justinian schongelten ließ. Man hat sich auch dieser Rechrswohlryatseit dem V. und noch mehr seit dem VIII. Jahrh, nichtnur jw Orient, sondein auch in allen westeuropäischenLändern bedient. — Siegelkreuze wurden vor demAnfange der Siegel-Umschrift gesetzt. Diese Gewohnheitdauerte von den ältesten Zeiten bis zu Anfang des. XI V.Jahrh. -Seit dieser Zeit wurden dir Kreuze bald gäuj»lich weggelassen, und bald nahmen. Röschen, Sternchenund andere dergleichen Dinge, die Stelle der Kreuzeein. — Gatterer Diplom, rog.