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Psychologie, Seelenlehre
und Celten haben die Seele für unsterblich gehalten.—Unter den Griechen soll Pher'erydes, ein Lehrer desPythagoras zuerst die Lehre von der Unsterblich,keil der Seele bekannt gemacht haben. Ader schon dievor-mosaische Welt glaubte an ein fortdauerndes Lebender Verstorbenen, obgleich ihre Begriffe hierin freilichnoch sehr unaufgeklärt waren. — In spätern, Zeilenbildete sich bei den Juden im Babylonischen Exil zuerstder Glaube an Unsterblichkeit der Seele, da vorher dieFolgen ihrer guten und bösen Handlungen nur auf diesLeben eingeschränkt waren, und im Scheol Oede undLeere herrschte. — Die Griechen haben die Lehre vomLeben nach dem Tode von den Egyptern entlehnt. —Cycus sagte sterbend zu seinen Kindern: Sie wogtenja nicht glauben, daß mit dieser Welt alles aus sey, esgäbe auch ein Leben nach dem Tode. — Plato lehrtedie Unsterblichkeit der Seele. — Aristoteles hielt denTod für das Ende unsres Daseyns; er lst sich aber nichtimmer gleich geblieben.—- Die Lehre von der Seelen«Wanderung brachte Pythagoras mit aus Egypien.— Die Epikurer behaupteten die Materialität derSeele. --- Die Stoiker laugneten gänzlich die Un-sterblichkeit der Seele. — Cicero gedenkt der mensch,ticken Seele und ihres Zustandes, nach der Absonderungvorn Lei e. — Unter den Christen schrieb T.ertullian(gest. 220.) zuerst ein Bück von der Seelf, und be-hauptete die Meinung der Stoiker, daß die Seele kör-perlich sey. — Philipp Melanchthvn suchte 1540die Lehre des Aristoteles, von der Seele, zu verbes-sern. — Im XVIII. Jahrh, erfand Leibnitz die vor-her bestimmte Harmonie. — Medicus hat eine neueHypothese über die Lebenskraft und über die Seelen derThiere gcsseb-n. — Juvenel. I. 206. — Schröckhvttbess. Curas 149. — Gatlerer« I. 64. — Bre-