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Siegel
das XII. Jahrh, hinaus gehn, sind entweder falsch oderdoch verdächtig. Das. 172. — Die Figur der Siegelist von allen Zeiten her, sehr verschieden gewesen. Zuden rirkelrunden gehören fast alle Bullen, undmehrere Wachssiegel, älterer und mittler Zeit. ESgab auch oval runde Siegel. Der senkrecht, o va», len bedienten sich unter andern einige alt. römische Kai-ser, z» E. Alexander Severus in einer bleyecncnBulle, u, a. m. Seit dem X. Jahrh, singen diese anseltener zu werden, wurden jedoch noch zuweilen, be-sonders im XIV. Jahrh, von Bischöfen und Grasen ge-braucht. Der Gebrauch der querovalen Siegel nahmin Italien , besonders seit dem X. Jahrh, überhand.Seit dem XII. Jahrh, gab es auch par ab olisch-ge-rundete, und seit dem XI. Jahrh, parabolisch.ge«spitzte Siegel. Dreyeckige Siegel gab es im XII^Jahrh. Viereckig sind einige Bullen des KaisersLrajan. Es hat auch 5 — 6 — und 8 — eckigeSiegel gegeben. D.as. 192. — Die Buchstaben-schrift war zuweilen griechisch, meistens aber lateinisch,und zwar Majuskel-Buchstaben, bis zur Mitte deS XIV.Jahrh. Das. 196. — Durch die Zahlzeichen so-wohl, als Zahlwörter wurden mehrere gleichnamigeKaiser, Könige und Päbste unterschieden. Das. 198.— Auf den Siegeln befand sich auch öfters das Jahrder Verfertigung des SiegelstempelS. Dasälteste bekannte Beispiel davon ist in einem Siegel derBischöflich. Halberstadlischen Curie vom Jahre izos.Das. 198. — Auch das Geburtsjahr des Siegel-besitzers, z. B. auf dem Siegel des Erzherzogs Nu,dolph IV. von Oesterreich vom Jahre 1359. Das.199. f. — Die Namen der Erblandrr haben, so vielman weiß, in den Siegeln zuerst eingeführt: r) InEngland Wilhelm!, der Eroberer (rv66 — 87.);