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Vielbohrer §41
man auch Heerden von Schafen, Rinder», Eseln undKameelen hielt. Die Pferde gebrauchten die Egypter zumReiten und Fahren, und zum Krieg, aber wahrschein-lich nicht zum Ackerbau. Die Schafhirten waren bei vcnEgyptern ein Greuel. Das Verschneiden der Thiere war ver-muthlich «ine egyptische Erfindung. Krippen in den Ställenfinden sich beim Hiob ; und Sänften,, die man für rei-tende Frauenzimmer, den Kameelen auf den Rückenschnallte, in Mesopotamien und Canaan, zu JacobsZeit. — Gatt er er I. 32.
Dielbohrer. Doppelbohrer. Ein Werkzeug, womitman, nachdem man es einrichten läßt, zwei Löcher, jabis roo Löcher aus einmal bohren kann, hat der Mecha-nicuS Hoffmann zu Leipzig erfunden, und 1800 be-kannt gemacht. — Neues Journ. s. Fahr. i8n.Jan. 28.
Vielgötterei s, Heidenthum.
Vielweiberei. Der erste, und so viel mir bekannt ist,einzige Gelehrte, der den Satz behauptet«, daß dieVielweiberei nicht nur erlaubt, sondern auch in gewissenFällen geboten sey, und der von dieser Lehre s« erbauetwar, daß er darüber sein Vermögen und sein Leben zu-setzte, war Johann Lyser, der Sohn eine« Leipzi.ger Gottesgelrhctrn, Polycarpus Lyser, (geb. zuLeipzig iüzi.) Er reiste mit vieler UnbequemlichkeitLurch Deutschland, Dännemark, Schweden , Englandund Frankreich , um in den Bibliotheken etwas zur Be-festigung seinri Meinung auszukleiden, und zu versuchen,ob sie nicht irgendwo eingeführt werden mögte. Nachvielem vergeblichen Herumirrcn beschloß er in Frankreich zu bleiben, und hielt sich zu dem dänischen GesandtenMasiuS. Hierauf machte er sich Hoffnung, sein Glückdurchs Schachspiel zu machen, dem er vollkommen gewach-sen war, und ging nach Versailles , wo er aber den gehoffren