Würfelspiel 571
Urkunden wurden die Interpunktionen später Mode, al-in Handschriften. Erst mit dem Ansänge des X. Jahrh,singen die Interpunktionen, wiewohl unter sehr verschie-denen Gestalten, an, häufiger zu werden. Im XII.Jahrh, punctirte man Urkunden genauer als zuvor. —Gatterer Diplom. 17. ss.
Würfelspiel. (4. B. A92.) Das Geld, so man zu denZeiten der Römer beim Würfelspiel gewann, hieß /resrnunuariurri, und hatte den Namen davon, weil esaus vielen Händen gesammelt wurde. Das Spiel warnämlich so, daß der, welcher sehlte, ein Stück Geld. er-legen mußte, welches Marnas hieß; wer aber die Ve-nus (den höchsten Wurf) traf. gewann die ganze Sum-me, die auf dem Spiele stand. Funke neues Real-Wörterb. I. 77.
Es gab bei den Römern ein Hasardspiel, welches, mitWürfeln gespielt wurde, das unsrem Brettspiele ähnlichwar, und beinahe eben so gespielt wurde (Lies). Dabei diesem Spiele olt Betrug, und viele Mißbräuch« vor-fielen, so wurde es für unanständig gehalten, und wardurch Gesetze verboten, die es allein an den Saturns«lien erlaubten. (Horn;. Od. III. 24, r8.) Man hieltsogar die, welche sich damit abgaben, und ^ssatores ze-rrannt wurden, für lasterhafte und nichtswürdrge Men-schen. Außer den Römern waren auch die alten Deut-schen ganz besonders diesem Spiele ergeben, und zwarmit solcher Raserei, daß sie, wenn sie endlich alles ver-spielt hatten, sich und ihre Freiheit auf den Wurf setz-ten, und dem Gewinner ohne Weigerung als Sklavenfolgten, sich. binden und verkaufen ließen. 6s
naor. 6srrv. 24. — Funke neues Reatschullex. l. 121.
WürtembergischeS Wildbad, am Enzflusse, sechsMeilen von Stuttgard ist wahrscheinlich eins der aller-ällesten. Crusius führt in seiner schwäbischen'Chronik,