Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
Seite
24
JPEG-Download
 

24 Bajonnet.

beim Kneten. Der viereckige Backtrog ist von Eichenholzgemacht, z Fuß 4 Zoll lang, und ohngefähr lH dir 2Fuß hoch und breit, und enthalt 30 Pfund Mehl undro Pfund Wasser, der durch Drehen in 20 Minute»vollkommen geknetet wird. Anfangs, wenn das Mehlund Wasser in den Backtrog gethan wird, hat man bloßdie Vorsicht zu gebrauchen, 5 Minuten lang den Teighin und her zn bewegen, damit sich das Mehl und Was-ser mische. — Wien . Beob. igly. Nro. 4. — Hcs-perus. 1319. Nro. 42^ S. 237.

Bajonnet (i B. 80). Ehedem schloß man das Bajon-riet erst dann auf den Lauf, wenn man in Begriff stand,in den Feind einzubrechen. Die Schweden scheinendie ersten gewesen zu seyn, die mit dem Bajonnet aufder Flinte gefeuert haben. Bei den Preußen geschahedies seit 1732 vom ersten Gliede. Wahrscheinlich warFriedrich der Große der erste, der das Bajonnetauch zum Attakiren gebrauchen ließ. — Poppe Gesch.d. Technol. ll. 538.

Ballade (i B. 31). In England find Balladen eineuralte Dicktart, die seit dem Uebergange der Sachsen aufdiese Insel bis auf die neuesten Zeiten nicht aufgehörthat, bei ihren Einwohnern beliebt zu seyn. Die alten,frühern und spätern Balladen hat Percy seit 1765 ge-sammelt. — Eichhorn Gesch. d. Lit. IV. r.-S. 607.(vergl. Romanze.)

Ballistenmacher, s. Bogenmacher.

Ballhorn. Etwas durch Johann Ballhorn ver-bessern. Der Ursprung dieser Redensart fällt in denAnfang des XVI. Jahrh. Um 1530 lebte zu Lübeck einBuchdrucker, Namens Johann Ballhorn, der an denBüchern, die er druckte, immer gern Verbesserungenanbringen wollte, die aber von verständigen Leuten Ver-schlimmerungen genannt wurden» Er sott seinen