Dampfmaschinen. 87
bloßes Drehen einer Kurbel, - geschwinder oder langsamerlaufen, vorwärts oder rückwärts gehen, oder Halt machenläßt, je nachdem dieses oder jenes nöthig ist. Für die-selbe Arbeit hatte man sonst l6 Pferde nöthig. — NeuesMag. all. neuen Erf. III. 96. — Eine Dampfma-schine, ohne Kolben und Balancier, hat der Marquisvon Worckester erfunden, und Peter Keir verbessert.
, — Gilbert Annal. XVI. 129. —
Dampfmaschinen zur Betreibung der Getraide-mühlen. In England hat man zuerst den Versuch ge-macht, die Dampfmaschinen dazu anzuwenden. Auf dieseArt entstand in London die sogenannte Albionmühle,die 2p Mahlgänge hatte, und durch 2 Dampfmaschinenin Bewegung gesetzt wurde. Dämpfe von kochendem Was-ser waren die bewegenden Kräfte, welche das Gerraidefegten oder reinigten, mahlten und beutelten. Am 2tenMärz 1791 brannte diese Mühle bis. auf den Grund ab,und ist nicht wieder aufgebauet. Auch zu Paris auf derSchwaneninsel sind Dampfmaschinen von der Art, vonden Gebrüdern Perrier erbaut worden. — PoppeGesch. d. Technol. I. igz.
Dampfpumpe, eine selbstwirkeude, ist von RichardWitty in England erfunden. — Mag. d. neuest.Erf. sneue Folge) Nro. 1. S. z.
Dampfreiz. Zur Anwendung der Dämpfe des siedendenWassers als Reiz und Gegenreiz, hat der Pros. Dzondizu Halle eine eigne Maschine erfunden, mittelst, welcherdie Dämpfe des siedenden Wassers beinahe augenblicklich— denn das Wasser siedet in der Maschine in 1^ Minu-ten — auf jede Stelle des menschlichen Körpers, in demverschiedenen Grade und der mannichfachsten Ausbreitung,angewendet werden. Diese Dämpfe können von dem nie-dern .Grade eines rothmachenden Hautreizes bis zumGrade des heftigen Reizes eines glühenden Eisens mit