Fourniren. rzg
oatur. cur. Vol. 7 . p. 374. ein halbes Jahrhundert vorFothergill. Andre, ein französischer Wundarzt, ge-denkt auch der Krankheit schon 1756 unter dem Namenlia. — Journ. d. Erf. II. io. S. 204.
Fourniren (i B. 411. 5 B. 17,). Das Einlegen,Auslegen oder Fourniren der Meubeln mit kostbarenoder gebeitzten Holzarten harten die Römer norden asia-tischen Griechen gelernt. Diese Kunst scheint hernach inEuropa wieder ganz vernachlässigt zu seyn, denn erst im
XVI. Jahrh, begann sie in Deutschland und Frankreich wieder. — Poppe Handb. d. Erf. Z04.
Foürnirholz (5 B. 171). Eine Maschine zum Zerschnei-den des Foucnirholzes in.dünne Blätter hat Lesen rennParis erfunden. — P>/echtl Jahrb. d. pol. Inst. I. 497.
Fräulein. Ist die verkleinerte Form von Frau. Frau-lein und Jungfer war anfangs der Name junger, unver-heiratheter Frauenzimmer, die über die eigentlichen Mäd-chenjahre hinaus sind. In der Folge wurde das WortFräulein zu einem bloßen Titel, der jedoch bis in's
XVII. Jahrh, nur den »»vermählten Königs- und Füc-sientöchtern gegeben wurde. Nachher, seit der zweytenHälfte des XVII. und vollends im XVIII. Jahrh, wurdendie bisherigen Fräuleins, die Töchter der Könige undFürsten , in Prinzessinnen, und die unverheurathetenGräfinnen, die mit unter auch schon Fräuleins ge-nannt wurden, in Comtessen umgetitell; dagegen kamLas deutschg^Wort Fräulein ausschließlich ayf die Töch-ter des sonstigen, mehr oder minder vornehmen AdelS , diebisher Jungfrauen geheißen hatten; und Hiebey ist eSbis auf den heutigen Tag geblieben. In ganz neuenZeiten haben zwar einige unverheurathete Frauenzimmer,Töchter vornehmer Personen bürgerlichen Standes, sogarKaufmannsköchtec, sich einfallen lassen, den Mamselltitelmit dem Fräuleintitel vertauschen, .und letztem sich an-