Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
Seite
219
JPEG-Download
 

Karrenbüchse. 219

dem Boden, der zum schnellen Aufladen und Fortschaffenschwerer Lasten dient, hat der Schwede Fagyot in derersten Hälfte des XVIII. Jahrh, erfunden. — DerSchwede Ehydenius machte die Räder der Karren grö-ßer, und Achsen, welche von Eisen waren, ließ er inNaben aus Glockenmetall laufen. — Der Maschinendi-rector Friedrich zu Cellerfeld erfand vor etlichen Jah-ren einen nützlichen Karren für Bergleute. DieserKarren hatte große Räder, eine vortheilhafte eiserne Achse,und eine sehr gute Hängeart des Kastens. — Auch dieEngländer Colley und Glackwell, so wie der Fran-zose G eob ert verbesserten die Karren. — Popp e Handb.d. Erf. Z4Z. ' .

Karrenbüchse. So nannte man anfangs das grobe, aufKarren fortgebrachte Geschütz; erst später führte man da-für von 6anna den Namen Kanon« ein. — Beckm.Erf. I. 360.

Kartetschen kugeln (2B. 226). In den ältern Zeitenwaren sie unter dem Namen Hagel bekannt, den manaus Hagelgeschoß, oder Hagelbüchsen, abschoß. Unterdieser Benennung kommen sie bei Gelegenheit einer Fehdeder Basier im Jahre 1446 vor, und König JohannCorvinus (Hunniades) bediente sich des Hagelgeschos-ses in den Kriegen, die er von 1442 bis 1456 mit den.Türken führte. Im Jahre 1467 hatten die DanzigerHagclgeschoß auf ihren Schiffen, als sie mit den Dänenim Kriege begriffen waren. Ob man zu jener Zeit das

. hatte, was man jetzt Kartetschenkugeln nennt, nämlichkleine gegossene oder geschmiedete Kugeln von 1 Pfundbis zu 6 Loth, ist beinahe zu bezweifeln, vielmehr zuvermuthen, daß kleine Stücken Eisen und Blei, oderauch bleierne Kugeln in Büchsen abgeschossen worden,und so könnte man sich die 2000 eisin Klötz (eiserneBüchsen) voll Bley (bleyrrne Kugeln) erklären, welche