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Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Kartoffelzucker.

decküng gemacht, daß man, wenn man die Blüten vonden Kartoffeln abstreift, so wie sie hervorkommen, mandadurch bewirkt, daß man ein Sechstheil mehr als sonst,von dieser Frucht erhält, und auch nicht so viel kleineKartoffeln sich ansetzen. Oppos. Bl. igiS- S. 1822.Kartoffelzucker. Daß sich aus allen Getraideartbn,und auch aus Kartoffeln, ein brauchbarer Zucker be-reiten läßt, hat vor etlichen Jahren Kirchhof in St.

, Petersburg erfunden. Kirchhof bediente sich zu seinenArbeiten dabei kupferner/ gut verzinnter Kessel. Schrei-ber, der Kirchhofs Methode genau prüfte, fand guteirdene, mit bleyfreyer Glasur überzogene, mit Drath be-flochtene, oder auch eiserne, glasirte Geschirre dazu weitzweckmäßiger. Nach Schröders Versuchen gaben ivoPfund Stärke 94 96 Honigdicken Syrup, und 80Pfund trocknen Zucker. Aus dieser Zuckerfabrication istaber nicht viel geworden. Poppe Handb. d. Erf. 65.s. Stärke 4 B. 160.

Kartoffelzwieback. In Saint Malo bäckt man seiteinigen Jahren einen Seezwieback, der zur Hälfte au«Weitzenmehl, - zur Hälfte aus Kartoffeln besteht, die mitDampf gekocht, und ohne Zuthat von Wasser geknetetwerden. Oppos. Bl. 1818- Nro. lo. S. 80.

Kastanien. Ein Verfahren, aus den Kastanien Zuckerzu gewinnen, ohne das Satzmehl zu verändern, hat E.Jos. Gaerrazzi in Floren; vor 1312 erfunden.:Merkantil Annal. f. d. österr. Staat. 1312. S. 146.

Kastengebläse, s. Blasebälge.

Katechismus (2 B. 229). Unter den Reformirten sollLeo Judä den ersten Katechismus geschrieben habet»,der lateinisch und deutsch gedruckt ist. Stolle Hist.d. theok. Gel. 396.

Katechismusthaler. So nennt man eine Folge religiö-ser Schauthaler, welche Herzog Ernst der Fromme