Band 
Sechster Band, welcher die Supplemente zu den vorhergehenden 5 Bänden enthält. A-Z.
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Kattundruckerey. 22z

zu Gotha 1665 1672 prägen ließ. Sie waren derTaufthaler, G ta u b ensth a ler, Ehestandsthaler,Sterbethaler, und Seligkeitsthaler. s. alle diese. Schell enberg Handlex. I. 469.

Katechousaft zum Gerben, s. -.Gerberey.

Kaltundruckerey (2 B. 233) Herodot erzählt vonden Völkern des caspischen Meeres, daß sie auf ihreZeuge schon Zeichnungen von Thieren und Blumen ge-druckt hätten. Einige vermuthen nicht ohne Grund, daßdie Egypter, die vor der Erfindung des Schilfpapiersauf Leinwand schrieben, wol auch die Erfinder der Kat-tundruckerey seyn konnten. Von ihnen sollen die India-ner. diese. Kunst gelernt haben. Schon 138 Jahr nachEhr. Geb. handelten die Indianer mit gemalten und ge-druckten Zeugen nach China , und seit dieser Zeit fingendie Chineser ebenfalls an, Figuren und Blumen in Holzzu schneiden, die so erhaltenen Formen mit Farbe zu be-streichen, und auf Zeuge abzudrucken.

Die älteste deutsche Kattunmanufactur ent-stand ohne Zweifel in Kuhrfachsen, Der Grund dazuwurde seyen im XVI. Jahrh, von einigen der Religionwegen aus der Schweiz vertriebenen Familien in der voigt-ländischen Stadt flauen gelegt. Es wurden aber da-selbst zuerst glatte, weiße, unsrem Mouffelin ähnliche Kat-tune (sogenannte baumwollene Schleyer) verfertigt. Dich-tere Kattune, die zum Druck an auswärtige Manufaktu-ren geschickt wurden, kamen mit den Halstüchern erst1695 ans Licht. Im I. 1750 wurde zu Platten dieerste Kattundruckerey von Neu meister gegründet. DieKattunmanufacturen zu Ehemnitz haben schon seit 1780sich sehr gehoben. Zu Frankenberg wurden schon1801 gegen 45,000 Stück Kattun gedruckt. Die Ma-nufaktur zu Bautzen ist 1773 angelegt. Zu Augs-burg waren 1661 Georg Neuhofer und Christoph