^ Metall-Abgüsse. 285
Egyptern, Persern und andern Völkern so heilig, daßalles, was in der Zahl auf 7 stieg, oder, was sich nurdurch diese Zahl ganz austheilen ließ, ein e Verwandtschaft,eine Aehnlichkeit, oder irgend eine Bez iehung auf einan-der haben mußte. So mußten denn auch die 7 Metallezu den 7 sogenannten Planeten, uni> mit diesen denGöttern gehören, und nach diesen benannt werden. JederGott erhielt ein Metall, dessen Entstehung und Gebrauchunter seiner besondern Vorsehung und Regierung stand,und jedem Metalle wurden die Kräfte das gleichnamigenPlaneten und Gottes zugeschrieben, wodurch mit der Zeitmancherlei Grillen der sogenannten Alchemisten entstan-den sind. Die älteste Spur von Vertheilung der Me-talle unter den Göttern findet sich, so viel! man weiß, beidem Gottesdienste der Perser. Auch die jetzigen Zeichen,nach ihrer einstweiligen Bildung» sind sehr alt, aber mitGewißheit laßt sich ihr Alter nicht bestimmen. Nach Ei-nigen sollen sie schon bei den Egyptern gebräuchlich gewe-sen seyn. Aber diese Behauptung ist unerwiesen. —Beckm. Erf. III. zz6. *
Metall-Abgüsse. Im Jahre 1765 befand sich in Leip.zig ein Italiener, Namens Rizzieri, bor die Kunst er-funden hat, ansehnliche und sehenswürdige Gebäude der-gestalt in einer Composition von Metall zu gießen, daßdergleichen Gebäude ganz genau bis auf die kleinstenStücke, den Augen der Zuschauer dargestellt wurden. —Königsb. Zeit. 1765. S. 211.
Metallbrillen (iVlstallio ^sotaclss). So nennen dieEngländer eine Brillen-Einfaffung mit runden Metall-platten, die in der Mitte.'ein kleines Loch haben, stattder Gläser. Dergleichen hat der Optiker ThomasJoues in London zuerst verfertigt.— Gildert Annal .I.IV. zo8. Vergl. Sehen.
Metallcvmposition, s. Argyrophan.