Band 
Vierter Band.
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Salzaufiagen, Salzregal

sen seyn mag. Es giebt eine Menge Salzquellen undSalzwerke in allen Welttheilen, deren Verzeichniß alleinschon einen großen Raum einnehmen würde, denn nurin Deutschland sind jetzt über 70 Salzwerke im Gange.Wiele diesen Gegenstand betreffende Nachrichten, undBeurtheilung der darüber vorhandenen Schriften, findetman fast in allen Bänden der Beckmannschen phys.ökonom. Bibl. — In der Krünitzischcn Encykl.steht vieles darüber zu erwarten, aber wer von der jetzi-gen Generation wird es erleben! — Bollbeding Ar-chiv. Suppl. 2zi. 2Z2. — Zu dem, was ich im II,B. unter Gradirhaus angeführt habe vergl. Beckm.Bibl. XII. 2zy.

Salzaufiagen, Salzregal. Auf das Salz gab esschon in den ältesten Zeilen Roms, Auflagen. Imzweyten Jahre nach Vertreibung der Tarquinier wurdeverordnet, daß das Salz nicht von Privatpersonen ver-kauft, sondern vorn Staate um einen billigen Preisherbeigeschafft werden sollte. (Liv. II. y.) Im zweytenpunischen Kriege wurden aus den Rath der CensorenClaudius Nero und Livius , besonders des letztern,der daher auch den Beinamen Salinator erhielt, eineneue Laxe auf das Salz gelegt, (Liv. XXIX. z/.) dieaber bald wieder aufhörte. — Adams röm. Alterth.120. — Funke neues Real-Schüllex. V. z/.

Salzfaß. Dessen bediente man sich schon in alten Zei-ten bei Tische. Die Alten hielten das Salz für etwasHeiliges. Homer nennt-es daher «X«. Es wurde

einem Gaste.vor allen andern Speisen vorgesetzt. Deran sich schon heilige Tisch (s. Tisch) wurde durch Aus-setzung dts Salzfasses ^noch heiliger. In derselbenVerehrung stand das Salz bei den Römern. Es warbei ihnen ein Haupttssen, Salz mit Brod und Käse zu