202
Taback
öL/aback. In den deutsche » Tabackfabriken werden theilseinheimische, theils ausländische Tabackblättev verarbei-tet. Diese erhält man gröktentheils aus Amerika , undzwar über England, Spanien und Holland , theilsaber auch aus den niederländischen Provinzen.
Der meiste und beste Toback kommt auS Barine,woher der Name VarinaS entstanden ist, aus Bin»cent, woher einige den Namen Swicent herleiten,wiewohl er viel wahrscheinlicher vom Englischen seveotsLentsä Isbsco hergeleitet wird; aus Porto-Ricco»Curacao , oder Curassau, au« Brasilien , Birgi« 'nie», Maryland u. a. O. Auch aus der Levante er-hält man Taback, in kleinen viereckigen, mit Flanellumwundenen Ballen, welcher sehr gelb und vorzüglichgut ist. Der wahre Knaster, oder VarinaS, wirdnicht roh, sondern schon völlig zugerichtet und gespon-nen, aus Amerika herüber gebracht, und zwar in Kör-ben, und eben deswegen ist von dem spanischen WorteLunseta, ein Korb, die Benennung entstanden.
1492 bemerkten die Spanier, gleich bei ihrer er-sten Ankunft auf der Insel Cuba» bei den Einwohnerndas Tabacksrauchen, und nannten dies Kraut schon da-mals 1'abaoo.
1496 hat Roman Pane, ein spanischer Mönch,welchen Colon, bei seiner zweyten Rückreise au« Amerika ,dort ließ, die erste Nachricht vom Taback, den er aufSt. Domingo kennen gelernt hatte, bekannt gemacht»
Er nannte ihn 6okoba, tüoiivkka, Oioiu.
1535 hatten sich schon die Neger an den Tabackgewöhnt, und baueken ihn schon in den Pflanzungenihrer Herren. Auch Europäer rauchten schon Taback.
»559 schickte der französische Bothschafter Jean