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Schatten, blaue
worin mit kackendem Wasser gemachtes Cochenillen-Extract befindlich, gefallen war, und die KirschrotheFarbe in die vortreffliche hochroihe Farbe verän-dert hatte. Er erzählte diese Beobachtung demSchönfärber Kuffelar in Leyden , welcher die Erfin-dung zur Vollkommenheit brachte, und solche einigeJahre allein bei seiner Färberey nützte, daher der NameLnkkslarr dloulour auskam. Mit der Zeit errieth einMennonist, Namens van Gülich, und noch ein an,derer, Namens van der Vecht, das Geheimniß, undvon diesen erlernten es die Gebrüder Gobelins, welchedamit in Frankreich ihr Glück machten. Ohngefähcum eben diese Zeit soll ein niederländischer Mahler, deneinige Peter Koek, andere Klvek nennen, eine neueScharlachsärberey in den Niederlanden , bis zu seinemTode iZzo unterhalten haben. Die Engländer habendie Composttion im Jahre 164z durch einen Holländer,den sie Kepler nannten, erlernt, und den Scharlachlange Zeit Bowfarbe genannt, weil er in Englandzuerst in dem Dorfe Bow, nahe bei London ist verfer-tigt worden. Noch im XVII. Jahrhundert schickten dieHolländer ihre schönsten Tücher nach England, um siedort scharlach färben zu lassen, so wie hingegen dieEngländer den Holländern Tücher sendeten, um sieschwarz färben zu lassen. Beck mann Erf. III. 22. 42.4z. Techno!. 145. s. Cochenille. Keimes.
Schatten, blaue. Die Schalten dunkler Körper, welcheauf weiße Flächen fallen, zeigen beim Sonnen Auf- undUntergänge ein« blaue Farbe, wovon man sich sehr leichtdurch eigne Beobachtungen überzeugen kann. NachPristley ist Ot*o von Guerike 1672 der erste, derdiese Erscheinung anführt. Aber Nollet führt «ineweit altere Beobachtung dieser Erscheinung von einem