86
Schußmesser
Wilhelm von Brandenburg, im I. 1674 zuerst einge-führt. — Hoyer Gelcb. d.Kriegsk. II. 70.
Sckußmesser, ein Mittel, die Schnelligkeit des Schus-ses aus einem Feuerscblunde zu messen, hat der A t-lle-rie-Obrist Grobert in Frankreich erfunden. — Mag.all. neuen Erf. IV. 254.
Schußweite. Nicolaus Tartaglia, ein berühmterMathematiker des XVI. Jahrhunderts, wandte zuerstmathematische Grundsätze auf die Geschützkunst an, undbewies, daß die Bahn der Gesckützkugeln, keine gera-de, sondern eine krumme Linie sey; und daß ein Er-höhungswinkel von 45 Graden die größte Schußweite ge-be. Bei angestellten Versuchen ergab sich, daß bei die-sem Erböbungswinkel die Kugel von einem Zwanzig-xfünder 1972 sechsfüßige Ruthen, bei einer Erhöhungvon zo Graden aber nur 1872 Ruthen — BeroneserMaaß, — erreichte. Tartaglia hat die Gründe 1557auseinander gesetzt und bekannt gemacht. — HoyerGesch. d. Kriegsk. I. 129.
Schuster s. Schuhmacher.
S rb u sterti sch. Der Schuhmacher Holden zu London ,erfand einen Apparat für Schuhmacher, welche ihre Ar-beit stehend verrichten wollen. Thomas Parker da-selbst,. gab nachher »ine viel einfachere Erfindung an;deren er sich selbst bediente, und durch deren Gebrauchseine Gesundheit nach Einem Jahre beträchtlich gewon-nen haue. — Magaz. all. neuen Ers. VII. 187.
Sckurzdlattern s. Kuhpocken.
Schwabenspiegel. Ist das schwäbische Landrecht, wel-ches um 1282 von einem Ungenannten gesammelt wur-de. Der Ausdruck, Schwabenspiegel ist nickt
ganz paffend. Der Verfasser hatte fern Werk selbstLandrechtsbuch, oder lus xrovinoials sllvinsnni-