Sibyllen, sibyllinischr Bücher uz
nrn Modeartikel ausgemacht. Das Material zur An»senigung dieser feinen Shawls ist die Wolle der Schafe,und das Haar der Kameele von Cachemirr, im Nordenvon Hindostan, von wo aus jene ShawlS*in alle Theiledes Morgenlandes versandt werden. In Indien sinddiese Shawls unter dem Namen Seaumi bekannt.Man bezahlt dort das Stück mit ro bis 15 Thalernnach unsrem Gelde. — Die ganz feinen Shawlswerden nicht aus der Schafwolle, sondern aus der Woll«des einbucklichten Kameels verfertigt. Diese Wolle ist seiestin Ostindien sehr theuer, da die zu den Sbawls brauch»bare sich nur allein an der Stirn und den Ohren deSThiers vorfindet. Ein aus dieser Wolle verfertigterShawl kostet selbst an Fabrikkosten über 25 Tbaler; inSucate und Bengalen wird ein Stück gewöhnlich schonmit 10 Pistolekien bezahlt, und sie sind dennoch immernur sebr schwer zu bekommen. — Hermbstadt Bulle-tin. XV. Z43.
Sibyllen, sibyllinische Bücher. Die Sibillen wa-ren gewisse wahrsagende Weider, — eigentlich immer-währende Jungfrauen, die ihre Keuschheit beständig un-verletzt erhielten — bei den Allen, deren Orakelsprüchein großem Ansehen standen. — Der Name wird wohlam richtigsten von und (Goltcsratherinnen),
hergeleitet. — Der älteste Schriftsteller, welcher derSibyllen erwähnt, ist Heraclid, Ihr Ursprung ver-liert sich ganz in den fabelhaften Zeiten. — Durch dieRömer kamen aber die Aussprüche der Sibyllen erst ganzvorzüglich in Ansehen. Die sibyllinischen Bücher,oder Verse, wie sie genannt werden, waren auf Lei-newand geschrieben, und in dem Tempel des JupiterEapirolinus zu Rom aufbewahrt. — Als im Jahre- 670, nach Erb. d. St. Nom, das Capitel abbrannte,IV. 8