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Vierter Band.
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Verschwendung

S03

ist also muthmaßiich zur Erhaltung einer jugendlichenStimm-, und jugendlichen Biegsamkeit des Körpers,zwar schon lange vorhanden, aber noch nicht so verbrei-tet gewesen, als er nach der Erfindung der neuen Mu-sikart, in Italien verbreitet wurde. Die Veranlassungzu dieser größern Verbreitung liegt zunächst im Colibatder katholischen Geistlichen, wodurch man ver-hindert wurde, weibliche Stimmen zum Gebrauch dervielstimmigen Kirchenmusik zu bilden. So wie diesegrausame Operation durch die Kirche gleichsam geheiligtwar, verbreitete sie sich in Italien sehr schnell. ESwurden sogar eigne Boutiquen angelegt, worin mansich castriren lassen konnte. Diese so verstümmeltenMenschen wurden Sopran« genannt. Ob abergleich die Castration zum Behuf der Stimme zuerst inden päbstlichen Staaten aufgekommen ist, so scheinen inder päbstlichen Kapelle die Eastralen doch erst im Anfan-ge des XVli. Jahrhunderts zur Besetzung der Sopran-stimme gebraucht worden zu seyn. Nach Adami istder Pater Girolano Rosini aus Perugia der erste,welcher als Sopran ibor in dieser Kapelle aufgenom-men ist. Vorher wurde der Sopran durch Falset»oder Fistelstimmen besetzt, die den Spaniern beson-ders eigen gewesen seyn sollen. Giovanni de Sanc-tos. «in Spanier , der 1625 zu Rom starb, soll derletzte Fal fernst in der päbstlichen Kapelle gewesen seyn.Gvguet. I. 365. Forkel Gesch. d. Musik, H.708 ff

Versich Wendung. Das erste Gesetz wider die Verschwen-dung und Ueppigkeit bei Gastmählern zu Rom . wardas Orchische, welches der Zunftmeister C. OrchiuSim I. 56S, nach andern 570 nach Erbauung RomS.gab, was aber keinen Nutzen stiftete. VAsoroK. «stur-