Band 
Vierter Band.
Seite
306
JPEG-Download
 

Verzinnung

erst in neuern Zeiten angefangen, mehrere Erfahrungenhierüber zu sammeln, und Skufenleirrr» oderTafeln der einfachen W ah ! verwan d sckaften zuentwerfen, in weichen man die einfachen Stoffe, nachihrer stärker» oder geringern Verwanvschaft zu einemStoffe in einer StUfen-olge ordnet weiches der Kürzewegen auch wohl durch Zeichen der Coiumncn geschiehet.Nach Geoffroy haben vorzüglich Geliert 1751. Rü-diger 1756, Marherr 1764. Erxlebrn und Wei-gel diesen Gegenstand zu erweitern und zu verbessern ge-sucht, bis endlich in der neuesten Epoche der Ckemiedie Lehre der Verwandschaft durch Wenzel 1777,Wiegleb 1780, Bergmann, Kilwan. Morvea»und Gren »»gemein bereichert wurde.— Gehler. IV.473 - " Fischer. V. 247.

Verzinnung. Wie solche in den ältesten Zeiten gemachtworden, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich ist sie, wiedie Verzinnung unsrer Eisenware, durch Eintauchen derEerätbe in das geschmolzene Zinn, gemacht worden;auch scheint sie sehr vollkommen gewesen zu seyn, danach PliniuS die verzinnten Sachen kaum vom Silberzu unterscheiden gewesen sind, und die Verzinnung dasGewicht der Sachen nicht vermehrt hat; wie dies auchjetzt der Fall ist, wenn die Arbeit gesch-.ckr gemachtwird. , Ein Gefäß, dessen Oberfläche 254 Quadrarzollwar, und welches L englische Unzen wog, hat mannach der Verzinnung nur um »/ir Unze oeimehrt gefun-den, daß also 1/2 Unze Zinn über 2Z4 Quadrarzollverbreitet worden. Bei dem Küchrngeschirre und demgewöhnlichen HauSgerälhe scheinen die Römer die Ver-zinnung höchst selten angewendet zu haben. PliniuSschreibt die 'Eiskndung der Verzinnung den Galliern zu,redet aber allein von der Verzinnung des Kupfers, und