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Weltsystem
des Ganzen schon seit Mihrern Jahrhunderten herrschendangenommen, und die Theorie der Sonnenbahn bereitsvon Hipparch (ohngefähr ,Zo Jahr vor Chr. Geb.)ausgearbeitet. Was aber den Lauf deS Mondes undder Planeten betrifft, ist ganz eigentlich da- Werk deSPtolomäus selbst.
Das Cvpernikaniscbe Weltsystem stellt die Son-ne ins Mittel, und läßt um dieselbe Merkur , Venus,die Erde, Mars, Jupiter und Saturn in eccentrischenKreisen laufen, deren Halbmesser der Ordnung nach,fast wie die Jahre 4 7 10, 15, 52, 95. wachsen müs-sen. Alle diese Bahnen werden nach einerlei Richtung,die kleinern in kürzern, die größern in längern Zeitendurchlaufen. Die Erde, indem sie die ihrige in einemJahre zurücklegt, drehet sich zugleich täglich um eine,sich immmer paralell bleibende Axe. welche mit jeder,auf die Ebne der Bahn lothrechten einen Winkel vonsz 1/2» macht. Sie wird in ihrem Laufe vom Mondebegleitet, welcher um sie monathlich einen Kreis nacheben der Richtung beschreibt, dessen Halbmesser im Ver-hältnisse mit den obigen Zahlen etwa 1/40 betragenwürd« Auck fallen alle diese Bahnen nicht vollkommenin einerley Ebene, obgleich die Winkel, um welch« siesich gegen einander neigen» nur wenige Grade betra-gen. — Nikolaus Copernicus war zu Lhorn amay Januar 1472 aus einem edlen Geschlechte geboren;vollende» sein Werk über diesen Gegenstand um 1550,dock verschob er dessen Bekanntmachung noch eine langeZeit. Durch Georg Joachim , insgemein Rhäti-cus genaynt, der damals Professor zu Wittenberg war,sendete Copernicus endlich das Werk nach Deutsch-land. wo es zu Nürnberg 154z mit einer ZueignungS«Mist an den Pabst Paul IU. gedruckt wurde. Co-