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Die südöstlichen Gebirge von Graubünden und dem angrenzenden Veltlin / von G. Theobald
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Orten allerlei kleine Versuchsbauten. Es ist keine mehr in Betrieb; sie sind anden betreffenden Stellen angeführt.

Mineralquellen sind ausser den bei St. Moriz entspringenden keine bekannt.

VII. Das Languardgebirg.

Es ist diese Gebirgsgruppe zwar in jeder Beziehung ein Anhängsel des grossenBerninastocks, hat indessen doch einen von demselben verschiedenen Charakter,,namentlich durch das Vorherrschen der krystallini sehen Schiefer und das Zurück-treten der massigen Gresteine. Auch ist sie ansehnlich genug, um als eigne Gruppebehandelt zu werden, welche einen Uebergang von dem Berninagebirg zu denCasannabergen und mit diesen zu den Unterengadiner Formen vermittelt, so wiedies die zunächst folgenden Abtheilungen des Adda-Poschiavinogebirgs zu demOrtles und den Bergamasker Alpen thun. (Vergl. die Hauptprofile.)

Als Grenzen nehmen wir an südlich gegen den Bernina die Kalkbänke amStatzer See, die Languardalp, die Pischa 5 , das obere Heuthal und den Pass laStretta, nördlich gegen das Casannagebirg das Camogasker Thal, Lavirun undVal Federia. Die Ostgrenze ist das Livigner Thal, die Westgrenze der Inn vonSt. Moriz bis zur Schlucht von Camogask. Durch eine Menge tief eingreifenderThäler wird es in eine Anzahl kleinerer Gruppen und Ketten zerspalten, welchedurch ihre Form sowohl, als durch ihre geringere Höhe wesentlich gegen die ge-waltigen Massen und kühneren Formen des Berninastockes abstechen. Es herr-schen darin die dach- und giebelförmigen Bergprofile vor, welche in den Alpenden hohen Erhebungen krystallinischer Schiefer eigenthümlich sind; nur anwenigen Stellen treten granitische, dioritische und porphyrartige Gesteine inStöcken und grossen gangartigen Massen auf, welche aber ihrer geringen Aus-dehnung wegen dem Gebirg keinen ausgeprägten Charakter zu geben vermögen,obgleich der regelmässige Verlauf seiner Hebungswellen dadurch vielfach durch-kreuzt und gestört wird. S. Hauptprofil 1.

Wir haben oben schon des Zusammenhanges wegen das Hügelland, welches

sich in Form eines Dreiecks zwischen dem Inn und dem Berninawasser ausdehnt.

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als Vorland zum Piz Rosag erwähnt. In der That gehört dasselbe den Felsartenund den Lagerungsverhältnissen nach zum Languardgebirg. Gneiss, mit ver-schiedenen Glimmerschiefern wechselnd, bildet die Grundlage, die oberstenSchichten sind Glimmerschiefer, welche zu den Casannaschiefern zu ziehen sind

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