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wenigstens, dass diese hohe Kalkwand nur als schmale Schale vor dem Gneissaufsteigt. Sie geht in Chiamuera nur wenig weiter, als zum Hofe Serlas, westlicherreicht sie Camogask nicht, denn es folgt hier vor dem Dorfe ein Hügel vonCasannaschiefer und Gneiss. Es zieht der Kalk sich aber mehr links, wo man diemittleren Triasbildungen ziemlich gut entwickelt, die Kössner Schichten aber nichtmehr findet, bis zum Hofe Champesch, der auf ersteren liegt und wo sie unterdem Wiesenboden verschwinden, um jenseits des Inn bei Samaden wieder aufzu-tauchen.
Versteinerungen in der Languardgruppe.
Solche haben sich bis jetzt nur in dem Camogasker Thal gefunden, es sinddie der Kössner Schichten. Cardium austriacum, Plicatula obliqua, AviculaEscheri, Terebratula gregaria, so wie verschiedene andere Terebrateln, Spondylus
— Myophoria —, verschiedene unbestimmte Bivalven, Ammonites Aon?, Cidaris
— und Reste von andern Echiniten —, Astraea, Stylina, Calamophylla und andereOorallenreste, Bactryllium deplanatum, so wie mehrere unbestimmte organischeKörper.
Oryctognostische Vorkommnisse und nutzbare Mineralien.
An beiden ist diese Gebirgsgruppe eben nicht reich. Man findet an einigenStellen Granaten und Staurolithe, doch nirgends schön, Turmaline in Chiamueraam Fusse des Piz Vadret und in erratischen Blöcken verschiedentlich im Thale,Orthoklas- und Oligoklaskrystalle in Granit, Hornblende in Diorit eingewachsen,hier und da einige Schwefelkiese.
Die vorkommenden Kalksteine werden, wo sie leicht zugänglich sind, zumKalkbrennen benutzt, der vorkommende Gyps ist schwer zugänglich; den Lavez-stein von Pontresina haben wir schon bei der Berninagruppe angeführt.
Resultate.
1. Die Languardgruppe besteht vorherrschend aus krystallinischen Schiefern,eigentliche Sedimentgesteine erscheinen nur auf den Grenzen und als Lappen inden Einfaltungen des Gebirgs, wo sie Mulden bilden. Auch jene Grenzgesteine er-scheinen als solche und stehen senkrecht oder fallen gegen die Axe des Gebirgs ein.
2. Massige plutonische Felsarten finden sich in erheblicher Bedeutung nur anzwei Stellen, nämlich am Piz Vadret und im Hintergrund von Plaun da Vachas,
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