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F. Schaltegger,
den Zusammenfluß der drei Flüsse? Ich will sie auch einmal nach Zürich mitnehmen . . .Unsere Badebekannten sind ein wackeres Paar aus Turin , deren Hülfe uns schon mehr-mals willkommen war, namentlich vorgestern, um auf der Poststraße nach Zürich den Postwagen abzuwarten, in welchem Herr Conneau auf seiner Reise nach Italien durchfuhr. Ich erfuhr von seiner Abreise erst am gleichen Tage, da er mich durch einBriefchen von seiner Durchfahrt verständigte. Mit schwerer Trauer habe ich mich fürimmer von diesem trefflichen Freunde getrennt! Die Königin hat ihren Sohn bis Zürich begleitet. Wir beabsichtigen, Baden am 16. oder 17. September zu verlassen. Mach,daß die Fürstin ^ nicht vorher geht? Es wäre ja recht nett, wenn wir Dich dort treffenkönnten. Aber wie ärgerlich wäre es, wenn Du in Arenenberg wärest, während wiruns hier die Nägel kauen, um uns die Zeit zu vertreiben. Ich spiele die Begleitung zuden Duetten, die Laura mit dem Grafen Grilenzoni singt, der ein ziemlich guter Musikerist, aber uns zu verlassen droht. Durch ihn erfuhr ich, Herr Arese/ der jetzt in Lugano ist, sei aus Afrika zurück. Man tanzt im Salon. Laura ist auch dabei und hatzwei Walzertouren gemacht. Sie hat sich noch ein Restchen Jugend bewahrt, dasalles überlebt. Ich für mein Teil bin unwiderruflich tot, allem abgestorben. Wie frohbin ich, daß ich Laura um mich habe; ohne sie wäre ich krank geworden vor Spleenund Traurigkeit.
16. November 1836.* *
welch ein Unterbruch, großer Gott, und welche Ereignisse haben ihn ausgefüllt! Mnnteich auf Einzelheiten eintreten über das, was mir schon so ferne liegt? über so viele Eindrücke,von denen einer den andern verwischte und die mit den Ereignissen sich so schrecklich gestalteten,daß meine Gesundheit in diesem Augenblick sich nicht erholen kann von soviel Erschütterungen!...
Ich komme auf Baden zurück, auf diese Zeit, die mit meiner Schwester so feierlich verlief,vergangenen September, wobei sich mein Herz und meine Gesundheit gleich gut befunden haben,wir sagten uns, als wir diese schöne, so ruhige und so langweilige Zeit zu Ende gehen sahen,wie sehr wir vielleicht bald dieselbe herbeisehnen würden.
Samstag, 17. September.
Wir hatten mit unsern Freunden Long eine Fahrt nach Zürich gemacht, undLaura war davon entzückt. Wir besuchten mit einander Geßners^ Grab auf der hohenPromenade. Sie war hingerissen von dieser bewundernswerten Lage. Ich fragte, obder Prinz von Thun und Herr Arese von Lugano zurückgekehrt seien. Man antwortetemir darauf: nein. Unterwegs auf der Rückfahrt sprach man von Heirat. Die Longsfragten mich, ob ich wohl den Grafen Grilenzoni genommen haben würde, und ich glaube,Laura hätte diese Versorgung für mich herbeigewünscht. Als wir in den Stadthos zurück-kamen, fand ich den Wagen von Arenenberg vor.
Arenenberg , Sonntag, 18. September.
Unsere Freunde Long haben sich heute morgen von uns verabschiedet Wir sindbeim Rheinfall zu Schaffhausen ausgestiegen, um zu Mittag zu speisen. Nachher begaben
* Reuß und Limmat vereinigen sich unterhalb Brugg mit der Aare.
^ Die Fürstin von Hohenzollern weilte auf Besuch in Arenenberg .
^ Einer der Hausfreunde auf Arenenberg .
* Nach dem verunglückten Straßburger Putsch hinzugefügt.