DaS sechzehnte Jahrhundert.
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gang zur neuhochdeutschen Sprache bezeichnet die revidierte llebcrsetzungdes Züricher Bibelwerks von 1665—1667.
<vür die Zersplitterung unseres Gemeinwesens bezeichnend bleibtdie Tatsache, daß auf dem eng begrenzten Boden der schweizerisch-reforniiertcn Kirche neben der Luther-Bibel , welche nach einigemSchwanken für Basel , ebenso für St. Gallen, Appcnzcll, Schaffhansenschließlich die gebräuchliche wurde, in Bern , das sich während dessechszehntcn Jahrhunderts bald der Lutherschen, bald der Züricher Bibel bedient hatte, eine dritte Verdeutschung sogar offiziellenCharakter erlangen konnte: es ist diejenige des Herborner ProfessorsJohann Piseator. Wahrscheinlich kam dieselbe durch Berner, welcheim siebcnzehnten Jahrhundert zahlreich in Herborn studierten, in Auf-schwung. Seit 1681 unternahm es der Rat, durch mehrere in Bern gedruckte Ausgaben der Piseator-Bibcl diese in Kirche und Schuleeinzuführen.
Das RcformationSzcita lter führte eine neue Richtung des Humanis-mus herauf, die im Gegensatz zu der abgelebten mittelalterlichen Scho-lastik eine freiere Geisiesentwickelung einschlug. Basel mit seiner neuumgestalteten Universität kommt auch hier der erste Rang zu. Gras-mns verlieb der Stadt neuen Glanz. Die Begeisterung, mit welcherin der Schweiz die Crweckung der klassischen Studien begrüßt wurde,die Menge ausgezeichneter, im Dienste derselben stehenden Männerveranlaßte ihn in einem Brief an Zwingli zu dem Lob, dieses Landwerde sich in der Literatur einen nicht minder glänzenden Namen er-werben, als es mit den Waffen erobert. Der deutschen Literaturkamen diese humanistischen Bestrebungen auch zu statten. Als eifrigerBeförderer derselben in der Muttersprache wirkte zu Anfang des Jahr-hunderts ein cingewandcrter Elsäßer, Johann Adelphits sAdelphi),Humanist aus der Schule Sebastian Brants und Wimphelings. Seineigentlicher Name ist Müling. Cr stammt aus Straßburg , besuchtmit Beatus RhenaunS und Leo Iud die Schule zu Schlettstadt , viel-leicht auch Heidelberg unter Wimpheling und erscheint Ii>05 als Phnsi-kus in Straßbnrg, verlegt sich hauptsächlich aus Schrittstellcrei. arbeitetals Korrektor in verschiedenen Offizinen und hält sich 1508 und 1-)12vorübergehend in Trier aus. Seit 1514 ist er Stadtarzt in SchafsHausen, tritt in Verbindung zu Vadian : es vollzieht sich seine Wand-lung i„ Glaubensdiugcn. Aus dem Lobrcdnrr des heiligen Rockesvon Trier wird ein Anhänger der Reformation, welcher in einer Ver-deutschung von EraSmuo' Handbüchlein vom christlichen und ritter-lichen Leben über die Gebrechen der Geistlichkeit klagt und das Lesender Bibel in der Veltssvräche empfiehlt. 1525 verläßt er Schaffhauscu.