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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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An jenem Morgen, vor meinem ersten Gange zurSchule, wurde meiner Toilette ganz besondere Aufmerk-samkeit gewidmet. Die gute Mutter konnte nicht fertigwerden, mit der mit Wasser genetzten Bürste übermeine weißen Haare zu fahren, damit sie ja dem Kopserecht glatt anliegen sollten. Und obwohl es nur zweiSchritte zum Schulhause waren - wir hatten geradegebacken wurde mir der größte Apfelwecken in dierechte Hosentasche gepackt, so daß die mittlere Zonemeines kleinen Schülerleibes ein ganz unförmliches,hügliges Aussehen bekam.

Der Dater machte die Sache kurz und bündig ab:Tue recht ond lehr brav", das war der Wahlspruch,den er mir mit auf den Schulweg gab. Ich glaube, erhatte mit diesen paar Worten so ziemlich alles gesagtund besser als langatmige und zudem vom Kind unver-standene Ermahnungen es hätten tun können.Tuerecht ond lehr brav", diese Worte mußten den Wegfinden auch in das einfältigste Kinderherz.

Klopfenden Herzens, harrend der Dinge, die dakommen sollten, öffnete ich die Zimmertüre. Aus demGange schon hatte die Frau Lehrer die jungen Schüler-knospen gemustert, ihnen freundlich zugenickt, vielleichtje nach der Größe des zu erwartendenGutjahrs."Ebenso begrüßte mich der Lehrer freundlich und wiesmir einenbessern" Platz an. Es war eben das Schul-zimmer nicht sehr groß, etwas niedrig, und der Schülernach heutigen Begriffen von Hygiene viel zu viele. GroßeAngst vor dem Lernen hatte ich nicht, kannte ich doch,dank der opferwilligen Lehrtätigkeit meiner Schwestern,