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meiner Seele all die losen Bubengedanken, aber auchalle meine Gewissens- und Herzensangst. Ohne einWort zu sagen, nahm sie mich beim Aermchen und führtemich zur Schule. Der neue Lehrer muhte offenbar nichtvon den Augen meiner Schwester bezaubert sein; denndie „ungebrannte Asche", die ich zu kosten bekam, habeich bis auf den heutigen Tag nicht vergessen. Und eswar gut so, besser, als wenn die Mutter Fürsprache fürmich eingelegt hätte. Leider muß ich zu meiner Be-schämung gestehen, daß ich in späteren Jahren hie undda ein wichtiges Kolleg geschwänzt habe, ohne derartigeGewissensbisse zu empfinden.
So wurde ich fast elf Jahre alt, und da ich schonmit ziemlicher Sicherheit wußte, daß zwei mal zweivier sei, munkelte man da und dort in der Verwandt-schaft, das sei etwas ganz Besonderes; ich sei nicht zumBauern geboren. (Heute ist es freilich ganz anders!) Ichmüßte notwendigerm:ise in die Sekundärschule; mankönne ja nie wissen ... o sancta simplicitas! Also wurdeich angemeldet als Sekundarschüler in Bischofszell . DerDater legte seinen besten Rock an; die Mutter rücktesein Halstuch zurecht, so exakt wie noch nie; von mir,dem armen Opferlamm, wollen wir gar nicht reden,von dem Extrakaffee und den dito Glückwünschen eben-falls nicht. Ich war schon oft über das „Stapfentöbeli"gegangen ohne besonderes Grauen, aber an jenem Tagewar mein Gedanke: „Wirst du auch wieder zurück-kehren?" Ein Sekundarschulaufnahmsexamen war ebendazumal etwas Schreckliches. Im Waldbach stand natür-lich der ewig lustige Dachdecker an der Straße. Der