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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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seiner Organe. Obgleich die Sache naturgemäß außer-ordentlich mangelhaft war, fiel es mir da wie Schuppenvon den Augen; nun war mir klar, was ich wollte.Freilich waren die Kosten des Studiums ein gewaltigerLtein des Anstoßes. Mentor aber trat mir treu undfest zur Seite und lies nicht nach, bis mein Vater seineZustimmung gab.

Nun fiel natürlich Aarau aus Abschied und Trak-tanden; der Besuch des neugeschaffenen Gymnasiums inFrauenfeld wurde in Aussicht genommen. Um dort nichtganz von vorn anfangen zu müssen, hieß es nun fürmich, noch über Kopf und Hals Privatstunden in LateinZu nehmen, damit wenigstens eine Klasse übersprungenwerden könne. So brachte mir das Ende des drittenKurses Arbeit die Fülle. Es ging zum Schluß, unddankerfüllten Herzens gegen meine Eltern, die schon soviel für mich getan und die freudig zu weiteren großenOpfern bereit waren, gegen meine beiden Lehrer, denenich in der Tat bis zur Stunde noch dieselben Gefühleder Verehrung, Anhänglichkeit und Dankbarkeit bewahrthabe, ging's einer neuen Zukunft entgegen.

Ja wohl, eine neue Aera lag vor den Augen deslungen Bürschchens. Und es war, als ob der Familien-deschluß:S'Kolbe-n-Adolf chont i d'Kantonsschuel",etwas ganz Besonderes gewesen wäre. Kolk war näm-iich der Name des Großvaters von mütterlicher Seite,und bekanntlich haften solche Bezeichnungen auf demLand oft Generationen hindurch. Er war Kreisamtmanngewesen, wie jetzt noch auf der Steinplatte des altenKachelofens in der Wohnstube aus den Buchstaben