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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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meinem lieben Dörfchen traben durfte, spielte eine Haupt-rolle in meinen Träumen. Ja, ich war wirklich dort,und die Buben, von denen ich mich so stolz verabschiedet,höhnten mich, ich solle nur froh sein, wieder bei ihnenbleiben zu können.

AIs dann am Morgen die zahlreichen Schüler ausdem Städtchen und vom Lande daher strömten, jedenAugenblick neue Gesichter, die ersten Stunden kamenund alles seinen geregelten Gang nahm wie bei einemgroßen Uhrwerk, da war keine Zeit mehr für Heimwehnach Eltern und Geschwistern, nach dem Haus im Grünen,nach Tyras und Bläh und der alten Katze. Doch abends,wenn wir unseren Spaziergang machen durften oder,besser gesagt, machen mußten, richteten wir die Sachefast immer so ein, daß wir zur Zeit der Ankunft undAbfahrt der Züge im Bahnhof sein konnten, um ge-legentlich ein bekanntes Gesicht aus der Heimat zuerspähen. Da, eines Abends, als gerade der Zug von2slikon daherbrauste, erfaßte den einen unserer Kame-raden das Heimweh mit Himmelsgewalt: Billet lösenund in den letzten Wagen springen war eins, und fortwar er, ehe wir nur recht zur Besinnung kamen. Aberin der Frühe des folgenden Morgens war unser Fritz-chen wieder da, freilich mit etwas verweinten Augen,von seinem Vater begleitet,- von Stund an war sein Spitz-name gemacht, der ihm bis zum heutigen Tage gebliebenist: Deser (Deserteur).

Die Kost im Konvikt war im ganzen gut und reich-lich, obgleich wir von den Externen derentwegen immergehänselt wurden. Freilich für verwöhnte Gaumen waren