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Tr hatte längere Zeit in Zürich und in der französischen Lchweiz gelebt und war dem kleinen Lande, seinen Be-wohnern und seinen Institutionen sehr sympathisch ge-sinnt. Schließlich lud er mich ein, am Tische der kleinenGesellschaft Platz Zu nehmen; in angeregtem Gesprächewar Mitternacht herangekommen, ehe man sich's ver-sah. Am Morgen stattete mich der gefällige Herbergs-vater noch mit dem nötigen Gelde für die Rückfahrtnach Straßburg aus, von wo ich selbstverständlich meineEhrenschuld sofort tilgte. So klug war ich denn dochgewesen, nicht meine ganze Barschaft nach dem grünenTische mitzunehmen.
Eine Ferienfahrt führte mich den Rhein hinunternach Mainz . Die alte Festung imponierte mir gewaltig,wie übrigens auch Straßburg mit seinen Wällen,Gräben, Toren und Kasematten. Bon Mainz wurdenoch ein kleiner Ausflug gemacht nach Frankfurt a. M.,der „Römer" bewundert, im Goethehaus geschwärmtund dann noch ein Abstecher nach Homburg unter-
nommen.
Wie bereits angedeutet, war in Straßburg von einemLtudentenleben, ähnlich demjenigen an schweizerischenoder deutschen Hochschulen, absolut nichts zu spüren,vereine waren verboten, daher von Farben und Mühen,Kommersen, selbstverständlich auch von Mensuren keinebpur. Gleichgesinnte fanden sich etwa abends am Bier-tische zusammen; aber da drehte sich das Gespräch umTagesneuigkeiten, Theater und andere derartige Gegen-stände. Politik zu treiben war unmöglich, aber auchtotal unnötig. Die Jugend sonnte sich in der Gloire