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Hütte hätte ich gern etwas Milch und Käse zu mirgenommen; aber in solchem Schmutze verging auch derstärkste Appetit; es war mir absolut unmöglich, vondem Dargebotenen das Geringste zu genießen. Also vor-wärts! Für den Durst gab's ja gratis „Gletschermilch."So erreichte ich, wenn auch etwas erschöpft, die großeScheidegg. Nach längerer Rast ging's an den prächtigenRosenlauigletscher, natürlich auch in die Gletscherhöhlehinein, dann hinunter nach Meiringen und mit einerRetourchaise noch nach Brienz . Der folgende Abend sahmich wieder in Bern .
Unterdessen hatte die Weltgeschichte einen bedeuten-den Ruck nach vorwärts gemacht. Der siebentägige Kriegwar beendet. Die Kanonen von Königgrätz hatten eineneue Aera verkündet.
Da noch ziemliche Zeit verstrich, bis das Staats-examen gemacht werden konnte, benühte ich die Ge-legenheit, die Fremde noch etwas zu besehen.
Prag . Wie oft hatte ich als Student mit altenHäusern begeistert gesungen:
Auf nach Pragien, aus nach PragienSollst, du Musengaul, mich tragien.
Nun sollte es doch wahr werden. Bald lag es vormir; Prag , das hunderttürmige. In diese Stadt zog esmich in erster Linie wegen dem Praktikum in der Ge-burtshilfe. Der Name Seiffert zog damals Studentenaus aller Herren Ländern an. Aus dem Windberg bezogich Quartier in der sogenannten Kaserne, einem der Ent-bindungsanstalt gegenüberliegenden, langgestreckten, ein-stöckigen Gebäude. Eigentliche Kurse wurden aber nicht