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erscholl. Bald herrschte Ruhe, als die Quartiere bezogenwaren, mußte doch das Bataillon am Morgen in derFrühe wieder bereit sein, um per Bahn weiter befördertzu werden. Nach ungeduldigem langem Harren erschiender Extrazug. Da ging's am schönen Neuenburgersee hinunter nach Poerdon, von dort wieder zu Fuß nach*Orbe . Wir hätten allerdings auch bis Lhavornay fahrenund in halbstündigem Marsch Orbe erreichen können,statt den weiten Weg von Poerdon zu Fuß zu machen;der leere Zug fuhr so wie so nach Lausanne weiter. Eswar das eben auch eine der verschiedenen vorzüglichenLeistungen der obersten Vorgesetzten.
In Orbe herrschte reges kriegerisches Leben; eineMasse Infanterie lag da, auch Artillerie und Kavallerie.Mein Lager bildete eine Matratze auf dem Boden.Eines Mittags ging ich aus, ein paar kranke Soldatenzu besuchen, als ich plötzlich auf der Landstraße zweiberittene französische Offiziere in den mir so wohl-bekannten Uniformen mit den roten Hosen erblickte.Wie die durch unsere Borposten gekommen waren, weißder Himmel. So schnell mich die Füße trugen, eilte ichins Hotel zurück, dem Kommandanten Rapport zu er-statten. Der schnallte seinen Säbel um und kam geraderecht, die Herren zu empfangen. Sie wurden aus dieWache geführt und interniert samt der Masse Gold, diesie bei sich trugen. Und bald, bald kamen sie daher inendlosen Kolonnen, die armen geschlagenen „Bourbakis",selbstverständlich ohne Waffen; die waren ihnen an derGrenze abgenommen worden. Nun verrichteten die Ein-wohner von Orbe wahre Wunder der Nächstenliebe.