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Dr. Adolf Wartenweiler, Romanshorn : : ein Lebensbild, nach eigenen Aufzeichnungen
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.. Der Lucendro-See, schreibt Bädeker, läßt sichmit einem Mehraufwand von einer halben Stunde Zeitleicht besuchen. Ich halte das nicht für richtig. Denn,wer den allerdings kleinen Abstecher macht, der kannsich so schnell unmöglich losreißen von dem lieblichenBilde, er müßte denn kein Herz in der Brust haben.Wie eine liebliche Idylle liegt das blaugrüne Seeleinda, umgeben von zum Himmel ragenden Bergspitzen.Im Hintergründe der Piz Lucendro mit seinemprächtigen Gletscher. Und diese Stille, diese Einsam-keit, dieses Gefühl des Nichts, das in dieser groß-artigen Einöde das Menschenherz befällt! Wahrlich,die halbe Stunde, die ich da zubrachte, war auch eineArt Gottesdienst!

Teufelsbrücke! Wie das tost und braust und schäumt!Schöllenen, du bist mir doch die schönste und liebstePartie. Mögen Schyn und Via mal« sich streiten, ichgebe dir den Preis!

Als ich in Göschenen anlangte, hatte ich das Ge-fühl, es sei nun gerade genug mit dem Wandern.215,6 Kilometer für fünf Marschtage, wie mein ver-ehrter Freund, Herr Postverwalter Schwank, ausgerechnethat, soll's tun.

Schön sind die Spitzen der Berge und schön die Lande,

die fremden.

Wie ist der Himmel so blau! Wie ist die Matte so grün!

Sprudeln und springen die Quellen so lustig von Felsen

zu Felsen.

Und das Wasser so klar, fast wie am .römischen Horn?

Doch das Schönste, das Höchste, das bietet die gütige Erde,

Ewiglich bleibt es der Ort, der dein Beliebtestes trägt."