Tod so nahe gewesene Kranke nach und nach ein we-nig / so daß mir zwölf Tage hernach, die sonst trau-rige Hülfe durch die Amputation zu Sinn kam; daaber dem ungeachtet der Kranke noch sehr schwachwar, und man nicht gewiß bestimmen konnte/ obder Brand nur bis ans Knie/ oder aber weiter hin-auf steh erstrecke/ wie das der Fall bey dem von innerli-chen Ursachen entstandenen Brand sehr oft ist/ sokonnt' ich mich doch nicht dazu entschliessen. Ich be-schloß daher mit den obigen Mitteln so lange fortzu-fahren / bis die Natur selbst mir die Gränzen anzeig-te / wo ste das Lebendige von dem Todten absondernwollte. Auch ward meine Hofttuttg erfüllt: denn kurznach Anfang -es Hornungs fieng die Haut unter demKnie an steh zu spalten und deutliche Merkmale einerAbsonderung zu zeigen. Der Kranke nahm unterfortgesetztem Gebrauch der nährenden Mittel und derZünde allmälig so sehr an Kräften zu/ daß ich ihnAnfangs des Märzen im Stande zu seyn glaubte / dieOperation auszustehen. Ein sehr geschickter Wundarztunternahm daher den yten gedachten Monats die Am-putation zunächst oben an dem Knie / und verrichtetedieselbe nach der gewöhnlichen Methode mit äussersterGeschicklichkeit/ worauf er / nach vorhergegangenemUnterbinden der Arterien / die Wunde verband. Manfuhr fort dem Kranken den Cortex zu gebe«/ damitsich ein gutartiger Eiter erzeugen möchte/ welcher/wenn etwas davon in die Masse des Geblüts resorbiertwürde / demselben nichts schadete: die Wunde ließ stehunterdessen immer näher zusammen/ und ward in derMitte des Heumonats mit der Haut bedeckt. Erglaubte nun ganz gesund zu seyn / und gebrauchtenoch zu mehrerer Stärkung seiner Kräfte das Spaa-
Wasser.