I.
I. GidrenBeobachtungeines kalten Brandes am Schenkel.
^in ohngefähr fünfzigjähriger Mann, cholerischenTemperaments, der, ausgenommen daß er zuweilenmit dem Goldader-Fluß, zuweilen auch mit der so-genannten blinden Goldader geplaget wurde, sonsteiner dauerhaften Gesundheit genoß, ward in derMitte des Sommers 176s. mit einem damals gras-sierenden nachlassenden Herbst-Fieber befallen, welchesder, so ihn zu heilen übernommen, mit schweißtrei-benden Mitteln, sogenannten Alexipharmacis, undmit Blasenpflastern vertreiben wollte. Da aber, wiewohl zu erachten, auf so ungereimte Arzneyen hindas Fieber anstatt seine Kräfte zu verlieren, täglichnur noch mehr zunahm, man auch keine Hofnungmehr zu seiner Genesung haben konnte, so wollte essein Schicksal, daß er steh einem klügern Rathgeb an-vertrauen sollte. Dieser sah wohl ein, daß die Kräfte-es Kranken auf der Neige, und nicht länger im Standseyn würden die Krankheit zu ertragen, und riethihm daher zur Wiederherstellung seiner Gesundheitgeradezu die Fieberrinde an. Der Patient nahm dar-auf dieselbe während der nächstfolgenden Remißion^
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