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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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56
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den war es ihm noch etwa zwey oder drey Tage langmöglich umher zu gehen. Hernach aber mußte er sichin das Bett legen, indem er einen brennenden Schmerz,eine Schwere auf der Brust verspührte, die sich zuwei-len nach der Gegend unter den falschen Rippen (stx-xockonciriz), den Seiten, den Lenden, den Schen-keln , den Füssen und zuletzt in alle Gelenke hinzogen,und in denselben einen reissenden und kneipendenSchmerz verursachten, der mit Erstarrung und ei-nem Gefühl von entschlafen der Glieder begleitet war.Daneben wurde er weder von Erbrechen, noch voySchweiß, noch von Diarrhöen geplaget. So mußteer eineu Monat laug, bey ausserordentlicher Schläf-rigkeit, das Bette hüten, blieb aber immer bey Sin-nen. Er hatte nie sonderliche Hitzen, keinen starkesDurst, keinen Mangel an Appetit. Ein benachbar-ter sehr berühmter sonst pflügender Sohn des Aestt«laps, gab ihm Arzneyen und Salben. * **) ) Nach uidnach nahm er wieder an Kräften zu, und gewöhttesich wieder daran, aufzustehen, und seinen Geschahennachzugehen. Er beklagt sich aber annoch (den rrHornung 1747.) über Colikschmerzen, über ei»enbrennenden Schmerz und Beklemmniß in der Gegendder Herzgrube, die ihm manchmal übel mitspielen:Daneben bekommt er noch in unbestimmten Zwischen-räumen, gemeiniglich alle acht Tage ein Knebeln un-ter der Oberhaut, so daß er manchmal schwöre«würde, es lauste ihm etwas Lebendiges über die Hart

weg.

*) War vermuthlich eine diesem Arztaster sonst gewöhn-liche Abkochung des Wermuths mit Kardobenedikten-kraut.

**) Vergleiche ssmicu. 6. lVl. ?r. x. 4S0.