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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
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96
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brachte sie der trockne Husten, der die Kranke unter»weilen plagte, auf diese Meynung , gleich als ob dasein sicheres Zeichen von einer angegriffenen Lunge wä-re, und sonst von nichts anders entstehen könnte. Daich nun selbst die Zufalle der Krankheit betrachtenkonnte, so fand ich ein starkes Fieber, und die Kran-ke-klagte über neinen unaufhörlichen, äusserst heftigen,stechenden und reissenden Schmer; unter den falschenRippen der rechten Seite , über Bangigkeit und Br-klemmniß über die Herzgrube, und daneben ver-spührte sie ein drückendes Gewicht über dem Magen,und ein intermittierendes brennen an der obern Oef-nung desselben, auch hatte sie fast gar keinen Appetit,aber einen unleidlichen Durst. Ich that mit der grö-sten Aufmerksamkeit verschiedene Fragen an sie, umetwa aus dem was dem Anfall der Krankheit vorher-gegangen , auf die wahrscheinliche Ursach der Krank-heit schließen zu können : sie antwortete mir aber im-mer , sie wisse nichts, könne sich auch gar nicht aufirgend einen Fehler in -er Diät besinnen, der so uner-hörte Quaalen hätte verursachen können, ausser wennsie solche der Kälte zuschreiben müßte, welcher sie sichauf der Messe zu Orebröe umgesetzt hatte, die beyder grossen Kälte im Jenner-Monat gehalten wurde,wo sie dann auf der Heimreise nach ihrem siebenMeilen von da entlegenen Landhause, zuerst einigenSchmerzen verspührt, die darauf nach und nach sounaussprechlich heftig geworden. Ich lenkte nun mei-ne Aufmerksamkeit auf ältere Zeiten hin, und fragtedie Patientin, ob sie nicht auch schon unter ähnlichenUmständen die gleichen Schmerzen verspührt habe?Sie antwortete: daß sie zwar vor neun und zwanzigJahren nachdem sie aus dem Kindbett gekommen,

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