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die Verschiedenheit der Grösse auch etwas in der Wir-kung veränderte: allein bey beyden zeigten sich die glei-chen Zuckungen, bey beyden war der Augenstern er-weitert, und beyde starben zu gleicher Zeit.
Dritter Versuch.
Um zu erfahren, wie groß die Dose des Mittelsseyn müßte, wenn sie töden sollte, gab ich einem mit-telmäßig grossen Hund sechs Graue von obigem Pul-ver : Fünf Stunden hernach taumelte er, und schienein wenig erlegen zu seyn. Nach Verfluß von sechsStunden zeigte sich eine Schwäche in den Füssen, wiebeym Schwindel, und die Augensternen waren einwenig erweitert. Er konnte nicht aufrecht stehen, undverbreitete im niederliegen nicht auf die bequemste Artseine Füsse unter dem Körper,. konnte auch kein Getösausstehen. Aber nach Verfluß von neun Stundenward er wieder munterer, das Pulver schien nun seineWirkung verrohren zu haben, und er konnte wiedermit Appetit fressen, obschon das Pulver noch nicht vonihm gegangen war.
Vierter Versuch.
Ich gab dem gleichen Hund die doppelte Dosis,oder zwölf Gran zu verschlucken: Drey Stunden daraufkam der erste Paroxysmus, und auf denselben folgtenin längeren oder kürzeren Zwischenräumen, fünfzehnandere, die übrigens von den schon beschriebenen innichts verschieden waren: sieben und eine halbe Stundnachdem er das Gift bekommen, verreckte er.
Fünfter