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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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nicht mit sonderbarem Appetit/ Speisen zu sich nahm:es waren nun eilf Stunden verflossen / ohne daß erOefnung gehabt und dennoch war er jetzt wieder gänz-lich gesund.

Siebenter Versuch.

Aus dem vorigen Versuch ergab sich / daß sechsGraue wässerichten Extracts von Krähenaugen nichthinlänglich seyen, einen Hund zu töden. Jetzt gab icheinem mittchnäßig grossen, dem vorigen an Stärkenichts nachgebenden Hund sechs Grane vom geistigenExtracte. Es vergieng darauf kaum eine Stunde/als er die gewohnten Zuckungen verspührte / neu« Pa«roxysmen ausstand / und drey und eine halbe Stundenachdem er das Extvact bekommen/ crepierte.

Achter Versuch.

Ich gab einem grösseren und stärkeren Hund fünfGrane vom geistigen Extracte. Eine Stunde daraufsteng er an sich übel zu befinden / konnte sich aber durcheinen Zufall flüchtig machen. Er entrann aber dadurchdem Tod doch nicht, welcher, nach glaubwürdigerLeute Erzählung, vier oder fünf Stunden nachdem erdas Gift eingenohmen, erfolget ist. Dieses sind nundie vornehmsten, aber doch nicht alle Versuche, dieich mit den Krähenaugen und ihren Präparaten ange-stellt habe.

Die grosse Aehnlichkeit der St. Ignatius Boh-nen mit den Krähenaugen machte meine Neugierd re-ge, und ich machte damit folgende Versuche.

Neunter Versuch.

Ich gab einem grossen Hund, auf die oben ange-zeigte Art, eine halbe Drachme St. Jgnatius Bohnen

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