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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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129
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den Eltern gebohren worden, wiedmete sich schon frühein seiner Jugend der Kaufmannschaft/ und genoß,vbschon er bey einem Gewürzkrämer allen Abwechs-lungen der Luft und der Witterung ausgesetzt war/dennoch bis in sein 22tes Jahr / in welchem er eineneignen Laden bekam, sein eigener Herr wurde / undnun ein ruhigeres und bequemeres Leben zn fuhrenansieng, einer dauerhaften Gesundheit. So wie abereine allzumüßige und bequeme Lebensart, nicht dieGefährtin der Gesundheit ist, so verfpührte auch unserjunge Mann bald die üblen Folgen davon; denn; Jahrenachher ward er oft mit Kolikschmerzen geplaget, seinStuhlgang gieng sparsamer: zuweilen war der Ab-gang etwas schleimicht, dazu gesellten sich oft noch be-schwerliche Kopfschmerzen, die, wie er sagte, miteiner solchen Empfindung eines Drucks auf das Ge-hirn begleitet waren, daß er immer einen Schlagflußdavon befürchtete.

Diesen Beschwerden abzuhelfen, liesse er sich jeden vierten Monat am Fuß eine Ader öfnen, und ge-brauchte durch den Stuhl abführende Mittel. BeymGebrauch derselbigen zogen sich blaue Striche um dieAugen, es erschien eine gelbe Gesichtsfarbe, eine hin-längliche Anzeige einer etwas fehlerhaften Leber. Ge-gen das Ende des i/Ssten, und seines goten Jahrs,klagte er, nebft schon erwehnten Beschwerden, überSchwäche, und Brennen im Magen, Mangel anEßlusi, Mattigkeit, Drucken in der Gegend der Herz-grube , und Aengstlichkeit, worzu Morgens, undAbends ein Fieber kam, welches zu vertreiben er einPfund von der Fieberrinde als ein specisiques Mittelgegen Wechselsieber gebrauchte, und da es sich auf denGebrauch desselben wenig besserte, so gebrauchte er in

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