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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
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138
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iz8 22.

auf/ und die Wunde wuchs bald wieder ordentlich zu-sammen / nachdem man dieselbe zuerst ein wenig er-weitert und hernach durch schickliche Mittel gereinigethatte. Aber so wie die Wunde immer mehr zuheilte,so stellten steh auch nach und nach immer heftigere Kopf-schmerzen wieder ein, die durch kein Arzneymittel zuvertreiben waren. Die von den heftigsten Schmerzengeplagte Unglückliche gieng in diesen Umständen zu demberühmten Hr. Caret und bat ihn um Hülfe. Die-ser untersuchte ihren Kopf, und fand daselbst zwey nichtweit von einander entfernte Narben, nemlich die erstneulich entstandene und die erste: diese waren aufge-schwollen, uneben, hart, und verursachten beym be-rühren die heftigsten Schmerzen. Hr. Caret machtein beyde tiefe Einschnitte, die bis auf den Knochengiengen, welcher in einem weiten Umfange vom Bein-fraß angegriffen war. Von dieser Operation verführ-te zwar die Kranke schon »»gemeine Linderung; daman aber dem Beinfraß steuern mußte, so wurdenzuerst die Integumente von der ganzen angefressenenStelle sauber abradiert, und selbige alsdenn vermit-telst eines Pinsels, mit dem durch ein wenig Milchversüßten Spießglasbutter bestrichen, wobey man je-doch die äusserste Sorgfalt anwendete, damit man dennahe gelegnen gesunden Theilen keinen Schaden thäte.Allein dieses bestreichen that bey dem Weib eine so übleWirkung, daß fie alsobald die abscheulichsten Schmer-zen und am ganzen Leib die heftigsten Zuckungen be-kam, die der Wundarzt endlich dadurch stillen konnte,daß er durch Milch und Oel alles scharfe wegspühlte.Da mm von dem vorhergegangenem Reihe die Sub-stanz des Knochens selbst schwammichte Auswüchse be-kam, und er bey noch näherer Untersuchung fand, daß