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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
Seite
158
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ich ihn, ungeachtet der Fall unter die verzweifelten ge-hörte , dennoch in das Krankenhause auf, und warnun begierig zu sehen / was Natur und Kunst überdiesen schlimmen Zustand vermöchten. Ich gab ihmnun innerliche und äusserltche Arzneyen. Innerlich gabich ihm abführende Mittel/ nemlich: Pechwasser/ einesehr gesättigte Abkochung von Guajae und Wachhol-derholz und der Graswurzel: äusserlich appltcierteman Digestiv- / Eitermachende und balsamische Mittel /und am obern Geschwür, um dasselbige zu erweiternund so die Abblätterung des angefressenen Knochen«stücks zu befördern, präparierten Schwamm. Aufden Gebrauch dieser Mittel, wobey zugleich das her-vorstehende Knochenstück sanft hin und her bewegt wur-de , erweiterte sich Las Geschwür nach und nach täg-lich, endlich schien es den zehnten Wintermonat mög-lich , das Stück herauszubringen, welches auch mitdem besten Erfolg versucht wurde, welches freylichnicht ganz ohne alle, aber doch, wie er selbst sagte,ohne sehr empfindliche Schmerzen von Seite des Kna-bens ablief. Die Geschwüre, besonders das äussere,fiengen bald darauf stark zu bluten an, hörten aberauch bald wieder auf. Mit gröster Verwunderungsah' ich, daß der weggegangene Knochen, den ich zuerstnur für ein Blatt (lamm^) des Schulterknochms ge-halten, der obere Theil des Schulterknochens selbstwar. Und doch bemerkte man weder einen Verlustan der Schulter, noch eine merkliche Verkleinerungdes Armes. Uebrigens war dieser ganz angefresseneKnochen, besonders inwendig mit einem äusserst übel-riechenden Mark angefüllt. Auf diese Absonderung desangefressenen Knochens hin^ wurde die Bewegung desArms, die vorher gänzlich mangelte, in so weit wie-der