-rauchte alle Arten von antiphlogi-ischen Mitteln,allein man beobachtete von denselbigen weiter keinenNutzen, als daß der, übrigens sehr unruhige, Kranke,nun seine Füsse nach Willkühr und ohne grosse Be-schwerde davon zu verspühren bewegen konnte, daßdie Schmerzen nach und nach gelinder wurden, nnddaß auch die Entzündung ein wenig nachließ und dieGeschwulst steh gänzlich verlor. Jezt konnte man esdeutlich sehen, daß das letzte Rücken- und das ersteLenden-Wirbelbein von einander gewichen seyen.
Man verfiel nun darauf, das kalte Masser,welches so viele bey Verrenkungen der Knochen ge-rühmt haben, zu versuchen. Man setzte nemlich zudiesem Behnf den Kranken so, daß das Wasser durcheine gemeine Röhre aus der Höhe auf seinen entblöß-ten Rücken tröpfeln konnte; und diese Behandlungmußte von den Gehülfen alle Tage zwey bis viermal wiederholt werden. Diese neuen Versuche be-lohnten uns so, wie kein Gold die wahren Aerzte zubelohnen im Stande ist. Denn schon am siebentenTage verspürte der Kranke, ausser wenn er seinen Rü-ken bog, keine Schmerzen mehr; und war schon wie-der so gut zu Kräften gekommen, daß er jetzt nurnoch ein wenig gekrümmt, allenthalben frey herum-gehen konnte, und was am meisten Verwunderungerregte, war, daß man die Rtbben selbst sich nachund nach zusammenziehen sah, so daß jene grosseGrube täglich kleiner wurde. Den vierzehnten Tagendlich hatten alle üblen Zufälle aufgehört, und dieFigur des Rückgrats war so sehr der natürlichengleich, daß man nirgends eine Lücke sah, und derbeschädigte Theil ohne Forcht dorfte gedrückt werden.Mit aufrechtem Körper verließ also nun ebenderselbeLr Mann