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Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
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171
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dieser Behandlung einige Tage, worauf er eines Tagsgegen Abend einen Schauer, darauf folgende HitzenUnd vorübergehende Verwirrung bekam, welches sichaber alles am folgenden Morgen mit einem Schweißendigte; und von dieser Zeit an konnte man keinschwappen mehr in -er Brust, in -er Gegend -esSchulterblatts hören. Hingegen entstand eine Betäu-bung, Rothe, Geschwulst und gelinder Schmerz an-er innern Seite -es linken Oberschenkels, die sich im-mer mehr noch unterwärts senkte, und je geschwindersie dieses that, desto geschwinder nahmen auch dieoberwarts gelegenen Theile ihre vorige natürliche Ge-stalt wieder an. Bald darauf gieng eine grössereMenge guten Eiters durch die fistulösen Geschwüre desUnterschenkels und Fusses ab, und ohngefähr fünfoder sechs Tage nach jener kritischen Bewegung, ver-schwanden alle Zeichen einer Eitersamn^lung in derBrust und man hatte von einer solchen gar nichtsmehr zu befürchten. Der Kranke fieng wieder auganz frey Athem zu holen, er konnte auf beyden Sei-ten liegen, wurde weder von dem trocknen Husten,noch von der Diarrhöe mehr geplagt. Auch der Druckauf das Zwergfell ließ in acht Tagen fast ganz nach,und der Urin wurde natürlich; nur der Puls an demrechten Arm blieb noch wie vorher ungleich und in-termittierend. Kurz, die Gesundheit des Krankennahm pach und nach wieder so stark zu, daß ihm zurgänzlichen Wiederherstellung nichts mangelte, als daßman den durch die fistulösen Geschwüre unbrauchbargemachten Schenkel und Fuß nun wieder herzustellen,und die durch ein gelblichtes Aussehen sich annoch offen-barende Cacochymie der Safte zu verbessern suchenmußte.