Buch 
Abhandlungen der schwedischen Aerzte, oder, Sammlung seltener Beobachtungen und Fälle, aus allen Theilen der Medicin / aus dem Lateinischen übersetzt von Joh. Jakob Römer
Entstehung
Seite
199
JPEG-Download
 

199

trinken. 6 .) Wenn sich jemand etwas lange in feuch-ter Luft oder bey Kranken aufhalten muß, so solleer die Angelika Wurzel oder Wachholder-Beeren fleif-stg kaue«/ den Mund dann und wann mit gemeinemWeineßig, oder mit dem vier Räuber-Eßig (Vmaigrscis8 guarre Voleurx) (s) ausspÜhleN/ und damitarch die Hände waschen. 7.) Daneben sollen dieje-rige, welche den Kranken abwarten/ ßch hüten, daßfe weder mit dem Mund noch mit der Nase den vonöen Kranken aufsteigenden faulen Dunst auffangen,md deßwegen sollen ste, wenn fie ihnen etwas helfen,>der sie im Bett aufheben müssen, so gut als mög-lich das Gesicht weghalten, und den Speichel garricht herunterschlucken.

L. Zur Cur der Krankheit schlug ich folgendesvw: Sobald man an den schon beschriebenen Zei-chn erkennt, daß jemand von dieser Krankheit seyebesillen worden, so solle man demselben r) einBrechmittel *) geben, und dasselbe nach den Um-N 4 stan-

*) Ich verschrieb den erwachsenen ein Brechmittel,ettweder aus der Rinde der Ruhrwurzel, oder aus demSvießglas-Weinstein, oder aus einem Aufguß von ei-ner Handvoll gedörrter und verschnittener Toback-Blät-ter, (man nennt sie gewöhnlich Disteln (Laräus)),die iber Nacht mit zwölf Unzen doppelt abgezogenenWeirgeists in warmer Asche gestanden hatten. Ichließ das Brechmittel immer im Anfang der Krank-heit geben, obsschon ich auch im ferneren Verlaufderselbe» Nntzey davon gesehen. Doch durfte ich esnicht allen Subjecten geben : ich förchtete mich davorbev Schlagflüssen, bey solchen die einen Bruch hat-ten, bey solchen die Blut spieen, bey Auszehrenden,