ren: Ich nahm den Weinsteinrabm häustg. Vomdrey-Zehnten bis seck'szehnten plagte mich der Durchfall, ichwar äusserst entkräftet, hatte ein Drücken über derHerzgrube, einen fast beständigen Schlummer, öfteresSchluchzen, eine unerträgliche brennende Hitze: dieArzneyen, die ich nahm, bestanden aus Weinsteinrahmund Citronen Zucker. Endlich den i?ten ward derSchlaf ruhiger, der nach dem Schlaf erfolgendeSchweiß war sanft und allenthalben gleich, der Urinwurde dick, und fällte einen Bodensatz, die Natursiegte, und es ward eine glückliche Crisis bewirkt. —Nachher ward ich freylich wieder nach und nach ganzgesund, aber zu meiner vorigen Leibesstärke und meinenKräften gelangte ich niemals mehr.
H e u m o n a t.
Witterung.
Wir hatten diesen Monat über gar keinen Windund nur sehr selten Regen. Es regnete zwahr den 5,6, 10, uhd 2iten, aber sonst nie. Die Luft war dahersehr trocken, es war äusserst Windstille, und man sahetäglich sehr dichte Säulen von Sonnenstäubchen.
O; Rrank-
sie bisweilen ohne einige Gefahr vorhanden seyn kön-nen. Ich wäre also eher beglaubt, sie seyen ein Zei-chen einer scorbutischen Scharfe der Säfte, wo alsdanndas zähe Geblüt, das durch das Fieber in die klein-sten Schlagäderchen getrieben worden, daselbst steckenlbleibt, stockt, und durch Fäulniß gefärbt wird? We-nigstens habe ich bey allen, bey welchen ich diesesSymptom bemerkt, wahrgenohmen, daß ihre Säftevon einer scorbutischen Schärft angegriffen waren.