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Festgabe auf die Eröffnung des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich am 25. Juni 1898 / H. Angst, H. Pestalozzi, J. Heierli, R. Ulrich, J. Zemp, J.R. Rahn, H. Zeller-Werdmüller
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120
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J. Zemp Die Backsteine von S. Urban.

waren 1 ), im März und April des Jahres 1883 Nachgrabungen statt 2 ) (s. den Plan Fig. 9).Im Schutte traten drei grössere Architekturstückc zu Tage: zwei verzierte Fensterpfostenvon gleicher Grundform aber verschiedenen Dimensionen, und ein schmuckloser spitz-bogiger Fenstersturz, der mit dem kleineren Pfosten zusammen ursprünglich zu einemschlanken frühgotischen Fensterchen gehörte 3 ). Ein F'alz, der zur Aufnahme desVerschlusses diente, begleitet die Innenseite aller drei Fundstücke und zeigt an seinemäusseren Rande kleine, schrägeinwärts in den feuchten Ton gestochene Löcher für diezur Befestigung des Fensterverschlusses bestimmten Nägel oder Drähte. (Fig. 10: An-sicht des Sturzes von innen; Fig. 11 : Rekonstruktion des Fensterchens).

Den ursprünglichen Platz dieser Architekturstücke können wir natürlich nichtmehr bestimmen. Dagegen wissen wir, dass die zahlreich aufgefundenen, teils verzierten,teils schmucklosen Bodenplatten 4 ) den Belag des Kreuzganges bildeten. (S. den Plan

Fig, q. Ausgrabungen von Fraubrunnen .

Nach Aufnahme von E. von Rodt, 1883. Massstab 1 : 400.

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F'ig. 9.) Die Ornamente sind auf diesen Platten bald in symmetrischer Anordnung,bald regellos eingepresst. (Ein Beispiel ersterer Art Fig. 12.)

*) Im hist. Museum von Bern . Darunter zwei Bodenfliesen. Ornamente: Nr. 69, 86, 90, 91.

") Vgl. Anzeiger 1883, S. 450. Die Arbeiten wurden geleitet von Prof. AI. Heyne aus Basel und Dr.E. v. Feilenberg in Bern . Letzterem verdanke ich nähere mündliche Mitteilungen. Hier können nur die Backstein-funde besprochen werden; die übrigen, ebenfalls noch unedirten Denkmäler werden hoffentlich bald einen Bearbeiterfinden. Der Plan der Ausgrabungen ist mit Erlaubnis des histor. Museums von Bern nach einer Aufnahme vonHerrn Architekt E. von Rodt reproduzirt. Der Direktion des Berner Museums sei für bereitwillige Förderungmeiner Studien der verbindlichste Dank ausgesprochen.

8 ) Die Pfosten gehören zu Typus XVI der im zweiten Teil zu gebenden Formenlehre. Die Masse deskleineren sind in Fig. 11 verzeichnet. Der grössere misst: 63 cm Höhe, 20 cm Tiefe, 26 cm Breite, 19 cm Front,10,5 cm Leibung, 2,5 cm Tiefe und 3,5 cm Breite des Falzes; er enthält in der Leibung zwei viereckige Löcher zurAufnahme von horinzontalen Gitterstangen. Der Sturz gehört zu Typus X.

Ornamente: grosser Pfosten, Front Nr. 69, 25, Fase siebenmal Nr. 86. Kleiner Pfosten, Front und Fase jedreimal Nr. 92.

4 ) Die Platten messen 28 cm im Quadrat und 5 cm in der Dicke. Die grösste Zahl besitzt das historischeMuseum in Bern . Zehn Stück im Landesmuseum, Inv. Nr. 113122. Acht Stück, teilweise fragmentirt, im Museumvon Basel. Einige im Museum von St. Gallen . Ornamente der Bodenplatten: Nr. 13, 16, 88, 89, 90. 91.